aus aktuellem Anlass

und weil ich die Verabschiedung dieses Gesetzes nicht erwartet habe (ja, naiv):

 

 

Artikel5

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4 Kommentare to “aus aktuellem Anlass”

  1. Ich muss zugeben, ich habe auch bis zu letzt gehofft, dass die da oben doch noch ein Einsehen haben. Reihe mich mal in die Reihe der Naiven ein 😦

  2. Nun – gesperrte Kinderpornoseiten sehe ich nicht als Verstoß gegen Artikel 5.
    Da sind die Würde, Gesundheit und das Leben des Kindes doch ein schutzwürdigeres Gut als die Freiheit, solche Seiten zu sehen und einzustellen.
    Ich kann den ganzen Hype ehrlich gesagt nicht verstehen, vielleicht bin ICH es ja, die naiv ist. Aber ich sehe dadurch nicht generell die hochgelobte Freiheit im Internet gefährdet.

    • Wenn solche Filme ins Internet gestellt werden, sind die Würde, Gesundheit und das Leben des Kindes bereits missbraucht oder zerstört worden. Durch das Internet werden ja nicht weniger Kinder gequält – es können nur mehr Menschen sehen.
      Es geht bei diesem Gesetz um zwei Probleme: Erstens ist es wesentlich leichter, die entsprechenden Seiten nicht zu „sperren“ bzw. den Zugang zu erschweren, sondern sie einfach zu löschen, was bewiesen wurde: http://ak-zensur.de/2009/05/loeschen-funktioniert.html
      Doch die Bundesregierung hat ein Netzwerk zum Sammeln von Internetdaten aufgebaut, bzw. ist dabei, durch das sämtliche Pfade, die Otto Irgendwer im Internet einschlägt, nachverfolgbar werden. Sie werden außerdem gespeichert und verwertet, ohne daß der Verbraucher davon erfährt – aus Gründen des Schutzes für die Anbieter der Seiten. Das verlockt natürlich: Es wurden bereits Stimmen laut, die dieses Netzwerk auch zur Kontrolle von Onlinespielen oder der Musikindustrie nutzen möchten. Das bedeutet, bereits jetzt wird verlangt, mißliebige Inhalte künftig durch die Bundesregierung einschränken oder abschaffen zu lassen, und das wiederum ist in meinen Augen nur noch ein kleiner Schritt bis zur Bücherverbrennung. Ab wann werden wir uns für unsere Religion rechtfertigen müssen? Ab wann is big brother watching us?
      Und aus diesen und mehr Gründen stellen sich auch Opferverbände von Mißbrauchsopfern gegen das Gesetz (MOGIS, Trotz allem e.V., gegen-missbrauch.de)
      Eine Begründung einer Abgeordneten für ihre Zustimmung zu dem Gesetz liest sich übrigens auch im lawblog wunderbar (auch wenn mir der Tonfall des Herrn Dobschat nicht gefällt):

  3. Oh je…da siehst Du es, ich WAR naiv.
    Und ich dachte auch tatsächlich, die Dinger würden nicht nur gesperrt, sondern gleich gelöscht.

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