schieb —

Ich blogge, denn ich schiebe den Brief an meine Schwester A vor mir her. Ich muß mich jetzt sozusagen erstmal warmschreiben, bevor ich den Füllfederhalter zur Hand nehme und ernst mache. Ich hab von einer guten Freundin gehört, daß sie hinter meinem Rücken üble Dinge von mir erzählt, wie ich vor 2 Jahren beruflich komplett versagt hätte. Ihre Tochter, meine erwachsene Nichte, desgleichen. Da beide bei der Gelegenheit, von der sie erzählen, nicht anwesend waren und auch mit niemandem bekannt sind, der es war, ist das an sich schon verwunderlich. Darüber hinaus tut mir unheimlich weh, daß sowas erzählt wird. Selbst wenn es wahr wäre, was nicht einmal der Fall ist, würde ich doch wenigstens so viel schwesterliche Zuneigung erwarten, daß man das nicht weiterverbreitet irgendwelchen Bekannten gegenüber. Oder daß sie mich wenigstens vorher fragt, wie es denn tatsächlich abgelaufen ist. Oder daß sie mich nach den knapp 3 Jahrzehnten, die sie mich nun kennt, besser einschätzen kann, als daß sie so etwas von mir glaubt und weitererzählt. Das ist echt übel. Mir ist ja schon öfter aufgefallen, daß sich A über andere Familienmitglieder (übrigens immer Frauen) in deren Abwesenheit das Maul zerreißt, ausschließlich zu dem Zweck, damit selbst besser dazustehen. Und jetzt reicht es mir. Ich finde es in Ordnung, wenn sie ihrer Tochter sagt „guck mal, Deine Tante ist nicht annähernd so talentiert/ausdauernd/fleißig/whatever wie Du, mein Goldkind“ – es ist das Recht jeder Mutter, ihr Kind höher zu schätzen als jeden anderen Menschen und es jederzeit moralisch aufzubauen. Aber mich hinter meinem Rücken bei anderen Menschen, mit denen ich sogar verwandt oder befreundet bin, schlecht zu machen, nur um dann ihre Tochter als goldenes Gegenstück präsentieren zu können, das ist echt das hinterletzte.

Naja, jetzt mal etwas Positives: Gestern hatte der Hund Geburtstag. Er wurde sechs. Wir haben eine kleine Hundeparty gegeben, meine Eltern kamen mit (leckeren, stinkenden) Geschenken, ich habe einen Kuchen gebacken mit seinem Namen drauf und wir haben ihm ein neues Bettchen geschenkt. Zur Feier des Tages hat es am Vormittag zu schneien begonnen und stundenlang weitergeschneit. Es sah wunderschön aus, hat aber die ganze Stadt lahmgelegt. 🙂

Na gut, seufz. Ich mache mich ans Werk.

Advertisements

3 Kommentare to “schieb —”

  1. Sowas hasse ich.
    Ich kenne sowas leider auch.

  2. Bei mir liegt ein Stöckchen für Dich 🙂

  3. Danke Dir – hab´s mir schon abgeholt!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: