langsamer Abschied / die erste Begegnung

Ich habe beschlossen, jeden Tag bis zum Abschied meines Hundes eine Anekdote aus unserer gemeinsamen Zeit hier in Kurzform wiederzugeben. Werden also etwas einseitige 3 Wochen hier im Blog.

Felix, mein Hund, stammt aus irgendwo in Deutschland und wurde in einer Tierschutzorganisation abgegeben, die Hunde prinzipiell immer in Pflegefamilien unterbringt. Diese Pflegefamilien schreiben online Tagebücher, man kann sich auf dieser Grundlage für einen Hund bewerben, dann kommt ein Mitglied des Vereins mal vorbei und guckt, ob man wirklich zum Hundebesitzer taugt, und dann bekommt man einen Hund. Wenn Hund und neuer Besitzer weit voneinander entfernt sind, bilden sich deutschlandweite Fahrtketten, die den Schnuff per Auto bis ins neue Zuhause bringen. Ich war zuerst Felix‘ Pflegemutti, habe ihn aber schon nach 2 Wochen adoptiert. Jedenfalls wurde er genau zu Ostern vor drei Jahren per Fahrkette zu mir gebracht, was von morgens 8 Uhr bis Abends 18 Uhr dauerte. Er wurde von drei oder vier verschiedenen Leuten jeweils ein paar hundert Kilometer chauffiert.
Bei mir angekommen, stürmte er durch die offene Haustür ohne mich auch nur wahrzunehmen, durch den Hausflur zu meiner ebenfalls offenen Wohnungstür, durch den Wohnungsflur und das Wohnzimmer in die Küche, wo ich ihn mit dem Kopf tief im Spülbecken fand. Er hatte die Pfoten auf den Rand gestemmt und schleckte genüßlich die Auflaufform vom Mittag aus. Ich wußte damals noch nicht, welches Omen das war…

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