/ Schuhe und doch noch Lichtmess

Felix ist ein Schuhfetischist. Im Gegensatz zu anderen Hunden beißt er sie jedoch niemals kaputt, sondern trägt sie mit dem labradortypisch weichen Biß durch die Gegend. Auslöser dafür ist immer die Tür: Wir kriegen Besuch – Felix bringt einen Schuh. Einer bringt den Müll runter und ist nach 30 Sekunden wieder da – Felix bringt einen Schuh. Wir wollen „Felix! Spazierengehen!“ – Felix bringt einen Schuh. Wenn ich den dann angezogen habe, darauf zeige und sage „bring den anderen Schuh“, bringt er den anderen Schuh. Oder irgendeinen anderen, wir haben das noch nicht 100%ig perfektioniert. Leider sind unsere Schuhe nach so einer hündischen Triumphrunde nicht immer ganz leicht zu finden. Ähem. Manchmal legt er sich dann mit so einem Schuh in sein Bettchen und platziert die Schnauze daneben zum Kuscheln, manchmal läßt er sie auch mit einem großen Knall einfach fallen.
Wenn wir meine Eltern besuchen, schleppt er die Hausschuhe meines Vaters durch die Gegend. Kommt dann meine Mutter von der Arbeit, nimmt er ihren Hausschuh und freut sich wie ein Irrer, denn sie spielt mit ihm immer Fangen und rennt hinter ihm durchs ganze Erdgeschoß und tut so, als würde sie ihn nicht einholen können. Das findet er total toll. Wenn dann alle ihre Schuhe in Sicherheit gebracht haben, gibt es noch – tadaa – den Tiger. Das ist ein getigerter Zugluftstopper hinter der Haustür meiner Eltern. Und bei uns zu Hause gibt es noch Schweini (ein häßliches graues Gummischwein, das lautstarkt grunzt, wenn man draufdrückt und das Felix manchmal einfach nur so zum zärtlich Abschlecken mit ins Bettchen nimmt) und den Ball (rot, plüschig, mit Glöckchen drin) sowie alle anderen Dinge, die grad greifbar in Hundeschnauzenhöhe sind, z.B. mal eine Socke aus dem Schmutzwäschebeutel oder so.

Und heute Vormittag habe ich nun doch noch eine Kerze und ein St. Brighid’s Cross zu Lichtmess gemacht. Nachdem mein Schatz gestern wirklich ein Schatz war und extra eine Stunde früher von der Arbeit gekommen ist, weil er am Telefon gemerkt hat, daß es mir schlecht ging, fiel es mir heute schon leichter, mich wieder zusammenzunehmen. Also:

und mein erstes Brighidkreuz:

Das habe ich aus Bastelstroh gemacht, was ein bißchen frustrierend war, weil die Halme sehr hart sind und brechen, und zwar längs, quer und sogar in der Tiefenschicht. Grummel. Die Kerze habe ich mit so Kerzenmalwachs bemalt. Das Blau war extrem zäh und ich mußte richtig Krafft aufwenden, um es aus der Tube zu kriegen, während das Gold nur so herausgesplonzt kam, daher ist das Kreuz oben auch nicht sehr fein gezeichnet – das Gold verlief einfach. Naja. Mit der Kerze bin ich eigentlich ganz zufrieden, mit dem Kreuz nicht so. Irgendwann werde ich mal richtiges Stroh dafür finden. (*An Schwester Bs Hasenstall denk*)

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5 Kommentare to “/ Schuhe und doch noch Lichtmess”

  1. Das Brigittenkreuz ist doch gar nicht so schlecht geworden. Ich wollte eins aus Reisig machen, aber bei uns liegt so viel Schnee, dass ich keins gefunden habe. Das nächste Jahr dann…

  2. Aber Reisig bricht doch auch, wenn er trocken wird, oder? Andererseits kann man so ein Kreuz ja eigentlich immer machen. 🙂 Für die Küche oder die Haustür oder so. Wir ziehen wahrscheinlich im Sommer um, dann habe ich das auf jeden Fall nochmal vor.

  3. Reisig, Rohr, Stroh einfach eine Weile in Wasser legen, dann wird es geschmeidiger.

  4. Da habt ihr euren Felix im Bezug auf schuhe aber ganu schön gut erzogen 🙂

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