/ singen und Musik

Bei Kaufland gibt es in der Grabbelecke gelegentlich CDs für 1 Euro. Manchmal sind die der letzte Mist, manchmal jedoch auch sehr gut, zumindest für irre Sammler wie mich. Alte Jazzcollections, neues Zeug, alles wird rausgehauen, weil irgendwo ein Druckfehler im Booklet oder irgendeine andere peinliche Kleinigkeit während der Produktion entstanden ist.
Mein wunderbarer Freund, der keine Gelegenheit ausläßt, mir eine kleine Freude zu machen, brachte mir letzte Woche gleich 3 CDs vom Wochenendeinkauf mit: „Ireland“, ein Kompendium irischer Folklore von einer italienischen Produktionsfirma und ohne Angabe der Künstler, aber trotzdem gar nicht so mies, wie man glauben könnte (hab’s gestern 2x gehört und immer noch okay gefunden); „CompassionArt“, habe ich noch nicht reingehört, das ist sowas wie ein Herz für Afrika oder so, und: Mozez – „So still“. Mir sagte Mozez gar nichts, meinem Freund auch nicht, aber er als 100% visuell ausgerichteter Typ fand das Cover einfach so toll, daß er die CD mitgenommen hat. Heute, gerade eben, legte ich sie rein. Gestern habe ich schon mal in die im Booklet abgedruckten Texte reingelesen und sie toll gefunden, aber jetzt gefällt mir auch noch die Musik, speziell der erste Song auf dem Album hat mich eben wirklich berührt. Damit Ihr daran teilhaben könnt:

Und hier noch der Text des Songs, wie im Booklet gedruckt:

Feel free

Think I’ve heard it all before, you keep knocking on heaven’s door. On the road to illumine, you explore the madden clouds.

For all the reasons that I can’t tell, the road to heaven’s like the road to hell. So rap your fingers around the world and treat it like you’ve found a hidden pearl.

Feel free, be young, be happy, live long. Just be what you wanna be, feel free. You gotta be, Be happy as you wanna be, Live as long as you wanna live.

Been to the wishing well, hoping for what time can’t tell. For all that you can’t find, were they meant to be left behind?

Rap your fingers around the world and treat it like you’ve found a hidden pearl.

Feel free, be young, be happy, live long. Just be what you wanna be, feel free. You gotta be, Be happy as you wanna be, Live as long as you wanna live.

Be the star. You want to shine on. Walk through the darkness, be strong. In the light of oneness, live on. You belong, you are strong.

(repeat)

Toll, oder? Irgendwie tut mir das grad richtig gut. Und es paßt zur heutigen Hundeanekdote: Singen.
Am Anfang war der Hund ein dicker, fauler Klops, wie ich ja schon des Öfteren geschrieben habe. Er lag immer desinteressiert irgendwo herum, wenn ich in der Wohnung zu tun hatte, ignorierte mich und mein tun und wünschte seinerseits ignoriert zu werden. Bis ich eines Tages beim Abwaschen das Radio ganz laut aufdrehte und dazu sang und mit dem Geschirr durch die Küche tanzte. Meine damalige Küche war riesig, und da der Hund im Wohnzimmer lag, hatte ich freie Bahn für Parkettrutschen und dergleichen. Ich erfand also aus voller Kehle zweite und dritte Stimmen und rockte unter den Hängeschränken entlang, als mich plötzlich etwas Großes, Schweres von hinten traf. Ich drehte mich erstaunt um und fand vor mir den fetten Hund, gar nicht mehr faul, sondern mit heftigem Schwanzwedeln und kleine Hüpfer und Hopser vorführend. Er tanzte mit! Er fand mein Verhalten offenbar total schräg und meine gute Laune ansteckend, und wollte mitmachen. Das war ein echtes Schlüsselerlebnis.
Zwei Wochen danach unterrichtete ich eine Musikschülerin zu Hause, ich saß am Klavier, sie spielte Geige. Als wir eine Weile gespielt hatten, kam der Hund plötzlich angewedelt und versuchte, mir auf den Schoß zu klettern. Er freute sich, hüpfte tänzelnd um meinen Klavierhocker herum und wollte mir das Gesicht abschlecken. Später sangen wir noch ein paar Duette, und prompt sang der Hund mit.
Solche Erlebnisse hatten wir noch öfter. Felix macht mir das Klavier- und singen üben ziemlich schwer, weil er immer auf den Schoß will. Vielleicht denkt er, ich würde um Hilfe rufen, wenn die Arien ein bißchen höher werden? Einmal haben wir zu Hause zum Aufräumen ganz laut den Blues Brothers – Soundtrack gehört, und da hatte der Hund auch seinen Spaß mit: Er fegte mit einigen Pappkartons durchs Wohnzimmer und schüttelte sie kräftig, bevor er sie in kleine Fetzen zerriß.

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One Comment to “/ singen und Musik”

  1. Tach auch.
    Bella Musica, wobei man mal richtig die Seele baumeln lassen kann.
    Und bin schon wieder weg. 😉
    Saluti

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