Archive for März, 2010

31. März 2010

Award und Krankenbesuche

Diese Woche scheint in erster Linie von Krankheit geprägt zu sein. Also, mir geht’s super. Aber mein halber Chor ist krank – gestern kamen nur 2 Soprane, und zwar die 2 schwächsten. Was vielleicht für die beiden mal ganz lehrreich war, so haben sie ein bißchen gemerkt, wieviel Power wirklich in ihnen steckt. Außerdem ist meine Mutter nicht nur stark erkältet – ebenso wie mein Vater seit heute wieder – sondern hat auch schon seit 2 Wochen große Rückenschmerzen. Montag konnte sie sich kaum noch bewegen und hat vom Arzt, der weder Fragen gestellt noch Antworten gegeben hat, einen Haufen (7 oder 8 Stück) Betäubungsspritzen entlang der Wirbelsäule verpaßt bekommen. Super, ne? Jetzt geht es mit relativ wenigen Schmerzen ab, wenn sie sich bewegt oder auf dem Rücken liegt, aber sitzen kann sie nicht länger als 2 Minuten, dann steigen die Tränen auf aus purem, körperlichem Schmerz. Mein Vater hat sie überredet, morgen mal ins Krankenhaus zu fahren. Ich habe keine sehr hohe Meinung von der Klinik, aber von alleine wird’s ja auch nicht besser.
Jedenfalls habe ich sie heute besucht. Eigentlich wollte ich nur kurz vorbeischauen, um mit meinem Vater zu üben – ich singe nämlich morgen und übermorgen den Gründonnerstag- und den Karfreitagsgottesdienst. Aber dann habe ich gemerkt, daß ein bißchen Ablenkung meiner Mutter ganz gut tut und sie sogar zu einem kurzen Spaziergang überredet. Während des Laufens ging es ihr zusehends besser, der Rücken tat weniger weh und die Nase wurde frei, so daß sie plötzlich unersättlich wurde 😀 und wir am Ende 2 Stunden unterwegs waren. Wir haben viel über ihren Ausstieg aus der Arbeit gesprochen, den wir ihr schon seit Jahren sehr ans Herz legen (das sind ja nicht ihre einzigen gesundheitlichen Probleme, und sie ist immerhin 65), und ich hoffe, daß sie die Wahl ihres Nachfolgers ein wenig dahingehend beeinflußt, wie lange die Kündigungsfristen der Bewerber sind. Nach ihren Angaben ist scheinbar ohnehin die Frau mit der kürzesten Frist die fachlich geeignetste Kraft, aber darüber hat ja meine Mutter nicht zu entscheiden. Nunja, ich drücke die Daumen.

Uuuund: Ashmodai hat mir diesen sehr hübschen Award verliehen:

Daran geknüpft sind 10 Bücher zu nennen, die ich zuletzt gelesen habe, sowie 4 Blogger, an die ich ihn weiterreiche. Ich reiche also weiter an

die Holunderhexe
Diana
die Weidenfrau und
zum Erdwurzelchen

und meine 10 Bücher sind (nicht in Reihenfolge):

1 – Karlheinz Deschner – Kriminalgeschichte des Christentums, Bd 2 Die Spätantike
2 – Dietmar Bittrich – Das Gummibärchentarot
3 – Cornelia Funke – Tintenherz
4 – Cornelia Funke – Tintenblut
5 – Sigrid Früh – Märchen von Hexen und weisen Frauen
6 – Schwabenverlag – In allem: leben!
7 – Frank Schätzing – Lautlos
8 – Terry Pratchett – Weiberregiment
9 – Steve Blamires – Baummagie
10 – Die Bedienungsanleitung meines Brotbackautomaten

Vielen Dank für den Award!

28. März 2010

Sonntagsquiz

Mal zum Entspannen und Raten: Wo war ich letzte Woche? Ihr wißt schon, am Donnerstag bei der Schneiderin. In welche Stadt bin ich dazu gefahren? Ein paar Fotos geben die Hinweise. Wie typisch sie sind, kann ich nicht sagen, da ich selbst das erste Mal in der Stadt war, und die gelegentlichen Grauschlieren auf den Bildern sind der Scheibenschmutz von der Straßenbahn, aus der heraus ich die Bilder machen konnte. Here we go:

Eine sehr schöne Kirche:

nochmal aus der Nähe:

Ein Haus, das irgendwie wichtig aussah:

ein Wohnhaus:

Alt und Neu:

Wer’s rät, kriegt ’n Keks. 🙂

26. März 2010

Mißbrauch

Nachdem ich nun schon wochen-, wenn nicht jahrelang davon höre und immer und immer wieder darüber nachdenke, muß ich jetzt einfach auch mal meinen Senf abgeben. Es begann letzte Woche, als ich mit der Band meines Bruders einen Titel aufnahm, den die Jungs schon seit fast 2 Jahren in der Schublade zu liegen haben, und der von einem Kind gesungen wird, das von einem Priester mißbraucht wurde und damit zu seiner Mutter geht. Dieses Lied zu singen hat mich ziemlich fertiggemacht, aber nichtsdestoweniger wollte ich es tun, gerade ich, die als junge Erwachsene ein ähnliches Szenario durchleben mußte. Wer, wenn nicht ich? Und nun frage ich mich seit einer Woche, warum es eigentlich „Kindesmißbrauch“ heißt. Bedeutet Mißbrauch nicht den mißlichen, also falschen, Ge-brauch einer Sache? Ist ein Kind etwas, daß man auf eine richtige Art und Weise benutzen kann? Wird hier nicht schon im Begriff das Kind jedes Persönlichkeitsrechtes beraubt und total verschleiert, worum es tatsächlich geht, nämlich die systematische Vergewaltigung von Kindern in Schulen oder Elternhäusern? Natürlich, das geht einem nicht so leicht von den Lippen. Mißbrauch klingt harmloser, als würde man den Fön zum Brötchenaufbacken benutzen.
Und wo fängt Kindesmißbrauch eigentlich an? Die Holunderhexe hat einen sehr interessanten Link auf ihrem Blog vorgestellt: Pink Stinks. Eine Gruppe von Briten, die es satt haben, daß Mädchen immer rosa tragen müssen, als Prinzeßchen herausgeputzt werden, zu Modekonsumenten erzogen werden bevor sie noch „Konsum“ buchstabieren können, sich bereits mit 8 Jahren oder jünger stärker schminken und auftakeln als ihre Mütter, wie teilweise schon Babies auf den Titelblättern von Hochglanzzeitschriften in vollem MakeUp prangen oder noch im Krabbelalter Babyschühchen mit Absätzen angezogen kriegen. Das ist meines Erachtens, bleiben wir um des gemeinsamen Nenners willen bei dem Begriff, Kindesmißbrauch. Wie kommt eine modegeile, stumpfsinnige Mutter dazu, ihrem Kind das Kindsein zu verwehren? Wie kann ein Mädchen, das nie im Schlamm Indianer spielen durfte, jemals andere Selbst-Werte als ihre eigene Zurschaustellung entwickeln? Ist es ein Wunder, daß schon vor 15 Jahren in der Bravo „mein erstes Mal“-Berichte von 11- und 12jährigen standen? Und das erwachsene Männer unwillkürlich das Gefühl bekommen, es sei in Ordnung, schon blutjunge Mädchen begehrenswert zu finden, denn schließlich kleiden und schminken die sich ja selbst und freiwillig wie erwachsene Frauen? Das eigentlich Perverse ist, daß diese Dinge als völlig normal gelten. High Heels sind „völlig normal für ein Mädchen / eine Frau“, warum sie also nicht schon dem Baby überstreifen? Es ist doch so süüüüß! In knappen Röcken und bauchfrei bei jedem Wetter ist völlig normal für eine richtige Frau, wie mir mal ein französischer Studienkollege erklärte, als wir bei Minus 20° eine so zart bekleidete Dame durch die Stadt stöckeln sahen. Ich in meinem dicken Mantel, mit mehreren Lagen Wollstrumpfhosen immer noch erbärmlich frierend, mußte mir einen mehrere Minuten dauernden, hingerissen-begeisterten Vortrag anhören, wie weiblich das sei, und das wirkliche Frauen daran erkennbar wären, daß sie sich mit ihrem „weiblichen Kleidungsstil“ (!) nicht dem Wetter unterordnen. Gut und schön, Herr Südfranzose, am Mittelmeer geht das ja vielleicht, aber hier in Norddeutschland haben diese besonders weiblichen Wesen dann einfach mal Blasen- und Nierenbeckenentzündungen und werden im schlimmsten Fall unfruchtbar. Wie weiblich ist es, keine Kinder bekommen zu können? Nun, so lange es sich verkauft man dabei hübsch aussieht…
Kinder haben also nicht nur das Problem, körperlich schwächer zu sein, in ihrer Arglosigkeit die Absichten Erwachsener nicht vorausahnen zu können und von ihren Eltern nicht ausreichend oder gar nicht aufgeklärt zu werden (oder könnt Ihr Euch Madam Pink vorstellen, wie sie ihren süüüßen Kleinen erklärt, was sie mit dem Papa machen mußte, damit die Kinder kamen?), sondern werden auch noch von frühester Kindheit an sexualisiert.
Und all dies trifft im Falle der katholischen Kirche auf Männer, die einen Keuschheitseid geleistet haben, für den meines Erachtens kein Mensch geschaffen ist. Ich habe früher nie verstanden, warum junge Männer sich zu so etwas hergeben – als Mann von 20-30 Jahren, wenn sie den Priestereid ablegen, hat man doch einen unglaublich starken Sexualtrieb. Inzwischen kann ich mir zumindest vorstellen, daß eine Religion, die sich richtig anfühlt, deren Ausübung und eventuell sogar eine geistlich machtvolle Position innerhalb einer Kirche anzutreten, starke Gründe für den Eid sein können. Nun gut. Sehen wir auf die Tagespolitik, stellen wir fest: Die systematische Vergewaltigung von Kindern durch Priester ist Usus in der katholischen Kirche, egal auf welchem Kontinent. Die systematische Vertuschung dieser Verbrechen ist es ebenfalls. (Ein kleiner Schritt vom Thema weg: Wie wir bei Deschner lesen können – „Kriminalgeschichte des Christentums“ Bd 2, S. 38 – kann Vergewaltigung auch ihr Gutes haben: Auf diese Art werden die Frauen (die es damals beim Einfall in Rom betraf) niemals zu stolz werden ob ihrer Keuschheit, so schreibt damals Augustin. Und so läßt sich ALLES, aber auch alles irgendwie rechtfertigen und man muß praktischerweise nie darüber nachdenken, ob nicht doch ein grundsätzliches Problem im katholischen Priesteramt begründet liegt.)

Gerade heute wieder sehr aktuell: Ein katholischer Priester in den Vereinigten Staaten mißbrauchte 200 taube Kinder in einem Gehörloseninternat. Dies kam nach langer Zeit endlich ans Tageslicht, als der zuständige Bischof den Vorstand der Glaubenskongregation darauf aufmerksam machte. Die Glaubenskongregation ist übrigens die Organisation, die „die Glaubens- und Sittenlehre in der ganzen katholischen Kirche zu fördern und zu schützen“ beauftragt ist (Zitat Radio Vatikan). Der betroffene Priester gab alles zu und bat darum, trotzdem nicht seines Amtes enthoben zu werden denn a) er sei schon alt und krank, b) das alles länge schon Jahre zurück und c) er würde einfach gerne sein Leben in der Priesterwürde beschließen. Das alles wurde ihm gewährt und er im Ornat mit allen Würden bestattet. Der damals Verantwortliche der Glaubenskongregation ist jetzt unser Papst, Josef Ratzinger.

Die Tagesschau berichtete ebenso darüber wie die Welt und praktisch jedes andere Medium. Die Reaktion der Kirche könnt Ihr hier nachlesen.

Dies sind natürlich nicht die einzigen Fälle von massivem Mißbrauch innerhalb der Kirche, wie gesagt, es kommt überall vor.
Und der Pabst schreibt einen Hirtenbrief an Irland, in dem er die Opfer mit folgenden Worten beschwichtigt: „In der Gemeinschaft der Kirche begegnen wir Christus, der selbst ein Opfer von Ungerechtigkeit und Sünde war. Wie Ihr trägt er immer noch die Wunden seines eigenen ungerechten Leidens.“
Den gesamten Wortlaut des Hirtenbriefs findet Ihr hier und eine Zusammenfassung gibt es auch bei Radio Vatikan.
Und, wen es interessiert, eine kommentierte Version bei Quantensprung.

Meiner Meinung nach liegt der Hund im Zölibat begraben. Was ist eigentlich das Zölibat? Es bedeutet nicht einfach nur „Leben ohne Sex“. Man unterscheidet zwei Arten von Enthaltsamkeitseiden: Die Ehelosigkeit und die sexuelle Enthaltsamkeit. Es können also sowohl ledige Menschen ein Ehelosigkeitszölibat ablegen und dann niemals heiraten, als auch verheiratete Menschen einen Enthaltsamkeitseid, und dann eben auc innerhalb ihrer Ehe enthaltsam leben. Natürlich könnte man nun das Ehelosigkeitszölibat ablegen und dann einfach unvermählt mit einem Partner zusammenleben. Auf diese Art wären die Besitztümer der Kirche geschützt (ein Hauptgrund für den offiziellen Erlaß des Zölibatsdekretes durch den Pabst 1022, denn andernfalls hätten weiterhin die Kinder der Priester deren Grund und Boden geerbt – Kirchengrund und -boden), aber andererseits ein gesundes Maß Zwischenmenschlichkeit für den Priester gewährleistet. Diese Idee hatten auch etliche Priester, bis ab der Lateransynode 1059 allen Priestern das Zelebrieren der heiligen Messe verboten wurde, denen „ein notorisches Konkubinat“ nachgewiesen werden konnte.
Der geistliche Sinn des Zölibats liegt für Katholiken in einem Zitat Jesu begründet: „Denn es ist so: Manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht und manche haben sich selbst dazu gemacht – um des Himmelreichs willen. Wer das erfassen kann, der erfasse es.“ (Matthäus 19/12) Die Priester wollten also enthaltsam sein „um des Himmelreichs willen“. Es gibt auch andere Bibelstellen, die ein Leben ohne Ehe empfehlen. Andererseits gibt es auch Bibelstellen, die die Ehe empfehlen, bei Timotheus sogar die Bischofsehe. Dies war anfangs eine freiwillige Sache. Es gibt das Zölibat schon sehr viel länger als seit 1022, manche Forscher glauben sogar, es gehe bis in die apostolische Zeit zurück, also noch Jesu Lebenszeit. Aber mit der Drohung, jeden Priester vom Amt auszuschließen, kamen der Zwang, das Leid, die Menschenunwürdigkeit der Priesterposition. (Nicht umsonst wird in der orthodoxen Kirche sogar gewünscht, daß ein Priester verheiratet sein möge, damit er als Seelsorger überhaupt wisse, wovon er spricht und selbst ein ausgeglichener Mensch bleibt. Selbst in der östlich-katholischen Kirche müssen nur Bischöfe zölibatär leben, während Männer, die bereits vor ihrer Priesterweihe verheiratet waren, diese Ehe beibehalten können, solange sie nur Priester bleiben.)
Zurück zum Zölibat: Wie Wikipedia weiß, wagten es in ganz Deutschland nur 3 Bischöfe, die päbstlichen Dekrete überhaupt unter den (verheirateten, normal lebenden) Priestern zu verbreiten. Der Bischof von Passau entkam dabei nur knapp dem Lynch und wurde schließlich vertrieben. Die Herren Schwarzröcke hatten also durchaus andere Vorstellungen von ihrem Lebenswandel damals, und zu Tausenden protestierten sie gegen diese Gesetze. Es half ihnen nichts, was mich zu der Vermutung hinreißt, dieses Gesetz ist eine von vielen Maßnahmen der Kirchenobersten zur Sicherung des eigenen Machtapparats – selbst wenn sie damit die eigene Priesterschaft überfahren.
Bis zum zweiten Laterankonzil, 80 Jahre nach dem ersten, gab es verheiratete und unverheiratete Priester, die ab dem Zeitpunkt ihrer Weihe zur Enthaltsamkeit aufgerufen waren. Auf dem Konziel jedoch wurde beschlossen, daß höhere Kleriker, die in Ehe oder Konkubinat leben, ihr Amt verlieren und die von ihnen gelesenen Messen nicht mehr gehört werden dürfen. Seitdem ist das Zölibat die unabdingbare Voraussetzung für die Priesterweihe, und ebenfalls seitdem wird es teilweise heftig auch innerhalb der katholischen Kirche diskutiert. Da die wenigsten Menschen imstande sind zu sagen „was ich mache ist gut für mich, und was du machst, ist gut für dich“, sondern lieber stehen bleiben bei „was ich mache, ist gut“, kann sich die Kirche auch nicht auf ein freiwilliges Zölibat einigen, was ich persönlich für die einzige Lösung des Dilemmas halte. Es gibt ja auch unter Nichtpriestern genügend Menschen, die partnerlos leben wollen und das tun. Wenn ein Priester sich tatsächlich ausschließlich auf seine Arbeit konzentrieren möchte, sollte er das dürfen. Wenn ein Priester das aber nicht möchte, wäre es fatal, es ihm aufzuzwingen – es IST ja fatal, täglich und weltweit für abertausende Kinder, für Frauen, die ihre Beziehung zu einem Priester nicht öffentlich ausleben dürfen, für Priesterkinder und die Väter, die nie eine normale familiäre Beziehung haben werden, für die Männer, die aus ganzem Herzen an Gott und das Evangelium glauben und es verbreiten möchten und dafür mit dieser Maßnahme bestraft werden, die nicht nur dauerhafte Einsamkeit hervorruft, sondern als Folge auch Depressionen, Suchtverhalten, Fehlentwicklungen, Verzweiflungstaten, die Pervertierung des eigenen Glaubens durch den schließlichen Mißbrauch eines Kindes.
Sollte das der Kirche nicht zu denken geben? Nein, wie könnte es: Auf der Gegenseite stehen starke Argumente. Wenn den Priestern die Ehe erlaubt ist, haben sie noch eine zweite Meinung außer der kirchlichen. Sie haben ein Privatleben und würden eventuell kontroverse Meinungen entwickeln, vielleicht sogar Demokratie wünschen. Dann würden bald auch Frauen die Priesterweihe verlangen (schon geschehen übrigens vor einigen Jahren in Österreich: Theologinnen, denen allein aufgrund ihres Geschlechtes die Priesterweihe versagt war, die aber alle anderen Voraussetzungen erfüllten, wurden zu Priesterinnen geweiht. Da diese Zeremonie in keinem Kirchengebäude stattfinden durfte, mieteten sie ein Schiff und fuhren auf die Donau. Sie wurden alle exkommuniziert, ebenso der weihende Bischof.). Das ganze Kirchengebäude wäre bedroht, und dieser gigantische Machtapparat würde schlicht nicht funktionieren, wenn starke weibliche Kräfte darin am Werk wären.
Das Einzige, das meiner Meinung nach für einen nachhaltigen Schock im Vatikan sorgen würde, der vielleicht einen Umbruch in Richtung Menschenwürde nach sich zöge, ist der geschlossene Austritt von Hunderttausenden Katholiken aus der Kirche, begründet mit einem offenen Brief an den Vatikan: Wir glauben an Gott, wir glauben an die heilige katholische Kirche, aber wir glauben nicht an das Zölibat und werden unsere Kinder nicht mehr mit Euren gequälten Priestern allein lassen.
Der Wikipedia-Artikel zum Zölibat ist wirklich lesenswert, und wirklich sehenswert ist der fantastische, presigekrönte aber nicht leicht zu verdauende Film „Die unbarmherzigen Schwestern“ (The Magdalene Sisters), der die Zustände in einem der vielen (heute geschlossenen) irischen Magdalenenheime beschreibt. Der Vatikan empfahl nach der Preisverleihung in einer offiziellen Stellungnahme allen Katholiken, den Film nicht anzusehen, während viele ehemalige Insassinnen eines Magdalenenheimes bemängelten, der Film sei realitätsfern, weil die tatsächliche Brutalität in den Heimen viel größer gewesen sei.

25. März 2010

Schneiderin und on danse, besonders ich grad

Guten Morgen!

Dieses Stöckchen habe ich gerade bei Feona gefunden, deren Blog jetzt in wunderschönem Grün leuchtet:

1. Was dachtest du zuerst, als du heute morgen in den Spiegel gesehen hast?
Knautschgesicht!

2. Wie viel Geld besitzt du momentan?
ziemlich exakt +/- Null.

3. Nenne ein Wort, das sich auf “Schlüssel” reimt!
Rüssel – Schüssel –

4. Lieblingsplanet?
Erde

5. Wer ist die vierte Person auf der Liste für verpasste Anrufe in deinem Handy?
Kenne die Nummer nicht, ist aber einer aus dem Ort.

6. Was ist dein Handyklingelton?
Ring ring. Solange ich kein Wolfsheulen kriege, ist das für mich die einzige erträgliche Klingelart. Bei aus Handylautsprechern lospfeifenden und asthmatisch piepsenden Songs krieg ich die Krise.

7. Was für ein Shirt trägst du gerade?
Mein grün-weiß kariertes Nachthemd.

8. Was liegt direkt vor dir?
Das PowerBook. Und direkt rechts davon neben mir die obligaten Wohlfühler: Kerze und Kaffeetasse.

9. Nenne eine Person, die dir spontan einfällt!
Die Schneiderin

10. Ist dein Zimmer hell oder dunkel eingerichtet?
Hell.

11. Trägst du gerade Nagellack?
Nö.

12. Was hast du um Mitternacht gemacht?
geschlafen.

13. Was steht in der letzten SMS, die du bekommen hast?
„Bis 14.15 gehts. Danach habe ich Versammlung.“

14. Wie ist Deine Hausnummer?
Wie die Fragennummer.

15. Welche Wörter benutzt du oft?
„Falleri und fallera“, „Kaffee“, „Hmmm“, „ooooh, niiiedlich“, „hallo-ho!“, „Darf ich mal kraulen?“, „Danke“, „Hab Dich lieb“ (ich merke gerade, ich red ganz schön viel…) „Achtung für Stimmung… uuuund AB!“

16. Wer hat dir zuletzt gesagt, dass er dich liebt?
Schatz

17. Was war das letzte pelzige Ding, was du angefasst hast?
Die Terrierin von einen Stock über uns.

18. Wie viele Drogen hast du in den letzten 3 Tagen zu dir genommen?
Eine kleine Flasche Rosé gestern Abend und schon die 2. Tasse Kaffe heute.

19. Zitiere den Refrain des Songs, den du gerade hörst/gerade gehört hast!
Moment – Radio einschalten – ohjeohje. Funkhaus Europa. Wie soll ich das zitieren? Klingt wie „Ellas! blabla las spuellas.“ Ähem.

20. Das beste Alter, was du bis jetzt erlebt hast?
vor 12, 16-18 und jetzt

21. Dein schlimmster Feind?
Ich selber

22. Was ist dein Desktophintergrundbild?
Eine Apple-angebotene Makroaufnahme einer tiefgrünen Blumenranke.

23. Was war das letzte, was du zu einer Person gesagt hast?
„Tschüß – hab Dich lieb!“

24. Wenn du die Wahl hättest, zwischen fliegen können und eine Million Euro, was würdest du nehmen?

25. Magst du jemanden?
Wie kann man ernsthaft diese Frage mit „nein“ beantworten? Also, ja. Praktisch jeden irgendwie – Freunde, Familie, Arbeitskollegen, sogar den cholerischen Chef, der mich gestern wieder gefragt hat, wie es meinem Hund geht, und dem ich antworten mußte: Der ist immer noch tot. Worauf er mir die tragische Geschichte seines Hundes erzählte: Blumi wurde kastriert! Aaaarmer Blumi.

26. Welchen Song hörst du gerade?
Immer noch Funkhaus Europa. Jetzt läuft dieses GRANDIOSE Entenlied. Das mit der Entenlocktröte, meine ich. Und am Schluß spielen 2 von den Tröten zweistimmig, das ist zum Wegschmeißen. Ich guck mal, wie es heißt (im Livestream stehen eigentlich immer die Titel… blätter…) und ob’s das auf YouTube gibt…

Ja, hier – Alors on danse (Mash up Mr. Santos), Stromae:

Also ich kann da total mitrocken. Coole Ententröten und die Vorfreude machen’s möglich, denn jeeeetzt: gehe ich duschen, schiebe noch ein Brötchen rein und fahre dann zur Schneiderin, die Maß nehmen wird für mein HOCHZEITSKLEID! (Falleri und fallera! Ähem.) Ich freu mich schon wie sau, auch wenn ich mich grad bei der Vorstellung vom Maßnehmen unglaublich moppelig fühle. Da ich zu dieser Schneiderin, die eine Freundin von einer Freundin von mir ist, mit dem Intercity fahren darf und eine interessante neue Großstadt kennenlernen werde, werde ich mal die Kamera einpacken und versuchen, ein paar Bilder zu machen. Sonnig genug sieht’s ja draußen aus.

Also – habt einen tollen Donnerstag alle miteinander!

24. März 2010

Was ist eigentlich…?

Die Kategorie ist hiermit eröffnet. Wenn jemand von Euch schon immer mal wissen wollte was das ist, und „das“ mit Musik zu tun hat, vorzugsweise klassischer, beantworte ich die Fragen gerne an dieser Stelle. Auch andere Sachen, die mich interessieren, werde ich mal kurz umreißen und würde mich dann freuen, wenn jemand von Euch, der da über fundiertere Informationen verfügt, seinen Kommentar hinterläßt. Heute geht’s los mit:

Was ist eigentlich ein Euphonium?

Dieses Ding habe ich nur gewählt, weil mir der Name gefällt. Ein Euphonium ist ein Musikinstrument, der dazugehörige Spieler heißt Euphonist. Das Wort Euphonium entstammt dem Griechischen und bedeutet „Wohllaut“ („eu“ = „gut“ oder „wohl“, „phonos“ = „Laut“ oder „Klang“), was gut paßt, da das Instrument mehr hält, als sein Anblick verspricht: es sieht aus wie eine etwas kleinere Tuba, klingt aber wie eine besonders weiche Posaune und kann auch, wie alle Blechblasinstrumente, ganz schön Pfeffer entwickeln.

Hier mal zum Vergleich:

Das rechts ist eine Tuba, das linke ein Euphonium.

Es wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden, als man unter Instrumentenbauern auf der Suche nach einem tieferen und weicheren Klang bei den Blechbläsern war. Überhaupt blühte das Instrumenten-Erfindungshandwerk im 19. Jahrhundert, das ist echt spannend nachzuvollziehen. Diese spezielle Erfindung wird dem Weimarer „Capellmeister Sommer“ und Adolphe Sax, dem Erfinder des Saxophons, zugeschrieben.
Der Tonumfang eines Euphoniums entspricht in etwa dem einer Posaune, es gibt aber in den Randlagen, speziell in der Tiefe, Unterschiede: Während Posaunen durch den Zug in praktisch allen Lagen nicht nur chromatisch, sondern sogar glissando spielen können, können das unter den Euphonien nur die mit eingebautem Kompensationsventil. Also, glissando gar nicht, aber chromatisch. Ansonsten funktioniert eine chromatische Tonfolge erst oberhalb des Pedalregisters, also dort, wo die Obertöne durchgehend chromatisch sind.

So, genug der grauen Theorie, hier mal zwei Musikbeispiele. Das erste ist klassisch bis schmalzig, ein Stück Filmmusik:

Und das Zweite wollte ich Euch nicht vorenthalten, trotz der minder guten Klangqualität:

Und ich back mir jetzt ein Brötchen auf und gehe heute mal schon am Vormittag arbeiten. Habt einen schönen Tag!

(Quellen: Wikipedia Englisch, Wikipedia Deutsch, Bild oben von Elf, WikiAdministratorin)

23. März 2010

Brot und Strickanleitung

Auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Mannes weise ich hiermit noch einmal ausdrücklich darauf hin, daß das erste Brot, das unser Automat gestern ausgebrütet hat

wirklich LECKER war. Ihr habt ja keine Ahnung, um welche Dimensionen sich meine Fähigkeiten in der Nahrungsbereitung damit erweitert haben.

Und dann steht schon seit einigen Tagen „Cache Coeur stricken“ als einziger Suchbegriff, der auf mein Blog führt, daher dachte ich mir, ich erkläre mal in Kürze, wie das geht: Ein Cache-Coeur ist nichts weiter als ein sehr langer Schal, dessen schmale Enden am Schluß zusammengestrickt werden. Die Breite meiner Bahn liegt bei 50 Maschen (ein 8maschiges Muster, 6x wiederholt + 2 Randmaschen) und 30 Centimetern, die Länge sollte 175 Centimeter betragen. Ich werde meines vermutlich etwas länger machen, so 180 cm, da ich ziemlich groß bin.
Um das Cache-Coeur zu stricken wählt man nun ein Muster, daß einem auf 180 Centimetern nicht langweilig wird (oder auch gar kein Muster, sondern eine Wolle mit schönem Farbverlauf bzw. irgendwann werde ich mir noch ein ganz klassisches weißes machen) und auch nach Möglichkeit leicht von der Hand geht. Ich habe ein Strukturmuster, ein Patentmuster aus einem Musterbuch, gewählt, das ausschließlich mit rechten und linken Maschen gestrickt wird, denn Zopfmuster mit Hilfsnadeln sind für mich, die ich hauptsächlich im Regionalexpress auf dem Weg zur Arbeit stricke, höchst unpraktikabel.

Getragen wird ein Cache-Coeur so:


Bitte die Bilder nicht weiterverwenden.

Und jetzt begebe ich mich wieder auf Wohnungssuche. Gestern frustrierte mich dieser telefonische Dialog:

„Wir wollen keine WGs und keine Hunde.“ – „Wir sind verlobt und unser Hund ist vor einem Monat gestorben.“ – „Wir wollen aber auch später keine Hunde, also nicht, daß Sie sich wieder einen anschaffen.“ – „Nein, das kommt momentan nicht in Frage für uns.“ – „Momentan? Was heißt momentan? Sie können auch später nicht mit Hund in der Wohnung wohnen.“ (ich war schon leicht stinkig) – „Na, wenn wir später wieder einen Hund haben wollen, ziehen wir eben aus!“

Kann es sein, daß das Makler-Mieter-Verhältnis ein leicht feindseliges ist?

22. März 2010

Haushaltstag

Dazu hat sich der heutige Montag irgendwie entwickelt. Ich habe eine Maschine Wäsche gewaschen und beim Aufhängen gemerkt, daß die Waschmaschine mit einer Wolldecke voller Hundehaare überfordert war. Also habe ich die Maschine entkalkt, was einen leeren Waschgang erfordert, und dann eine zweite Maschine gewaschen, gleich noch den Wasserkocher entkalkt und schließlich bin ich losgezogen und habe mir den beim Lidl seit heute erhältlichen Brotbackautomaten erjagt. Voller Stolz schlepppte ich das Teil nach Hause, zusammen mit 4 Kilo Brotbackmischungen. Wer mal mein Brot versucht hat, weiß, warum. Mein letzter im eigenen Ofen angefertigter Versuch wurde eher ein Kampfinstrument. Jedenfalls habe ich „Broti“ erstmal anleitungsgemäß gereinigt und einmal vorheizen lassen und dann ganz ordentlich Backmischung für 750 Gramm Sonnenblumenkernbrot eingefüllt. Jetzt sitzt er in seiner Ecke und brütet.

Am Wochenende wuchs mein Cache-Coeur auf eine Länge von 60 Centimetern, das ist etwa ein Drittel der beabsichtigten Gesamtlänge. Da man das Muster, das eigentlich ein Strukturmuster ist, nicht so gut erkennt, habe ich es mal eine Reihe mit der anderen Wolle abgehoben:

Nochmal das Muster aus der Nähe:

Pünktlich zur Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche fing vor unserem Wohnzimmerfenster ein Elsternpaar zu brüten an. Parallel dazu, habe ich heute gesehen, sind sie auch noch ein bißchen mit Nestbau beschäftigt, aber die Frühlingsgefühle gingen gestern vor.

In der Mitte das Nest, in dem die eine Elster sitzt, die andere ist deutlicher zu erkennen auf ihrem Ast rechts vom Nest:

Und gebalzt wurde mit den Elster-typischen aufgestellten oder abwärts gerichteten Schwanzfedern:

So, jetzt gehe ich Abwaschen.

20. März 2010

meine Woche

Montag: Mittags eine Sendung Reiki erhalten, die mir wirklich gut getan hat. (DANKE!) Zur Feier des Anlasses habe ich eine Kerze gestaltet, die erst partout nicht brennen wollte, dann aber noch sehr schön wurde:

Sowie meine wunderwunderschöne Räucherschale das erste Mal benutzt. Habe ich zum Geburtstag von Schwester B bekommen, die sie selbst getöpfert hat:

Da der Montag außerdem exakt einen Monat nach Felix‘ Tod war, war es ein etwas schwieriger Nachmittag.

Dienstag habe ich mit meinem Ensemble geprobt. Ha, davon habe ich glaube ich noch gar nicht erzählt: ich habe vor einem halben Jahr einen Chor gegründet. Es läuft ziemlich gut, ist eine echte Hummel in meinem Leben geworden. Jedenfalls haben wir uns entschlossen, aller Mitglieder Geburtstage abzufragen und dann immer ein Blümchen zu überreichen und ein Ständchen zu singen in der Probe nach dem Geburtstag. Jedenfalls stellte sich die Frage, wer immer die Blume besorgt. Mein Vater wollte es übernehmen und jedesmal eine Rose kaufen, was ich total blöd finde, denn erstens macht er das nur, weil es in seinem eigenen Chor so üblich ist („Über eine Rose freut sich jeder. Na, das kann ja dann der entscheiden, der die Blume kauft.“ grrr) und zweitens finde ich Rosen zu vorbelastet. Ich finde jahreszeitliche Blumen und ein bißchen Abwechslung viel schöner. Darüber werden wir leider nach dem nächsten Geburtstag streiten müssen, denn er wird sich wie immer über mich hinwegsetzen.

Mittwoch hatte ich einen längeren Arbeitstag. Nicht wirklich lang, aber länger, als meine halbe Stelle normalerweise vorgibt. Daher war ich ein bißchen müder als sonst, als ich am

Donnerstag Vormittag mit 2 Freundinnen zum Singen verabredet war. Die eine wollte mich nach ihrer Nachtschicht mit dem Auto abholen, so daß wir zusammen zur anderen fahren. Ihre Schicht dauerte fast eine dreiviertel Stunde länger als geplant, was mich in die dumme Lage versetzte, morgens im wundervollen warmen Sonnenschein zu stehen und 20 Minuten zu warten. Da kamen ganz viele Leute mit Hund vorbei, und mir wurde immer schwerer und trübsinniger zumute, und endlich schlich ich zurück in meine Wohnung, drückte ein paar Tränchen und vermißte Felix wie wahnsinnig. Als meine Freundin mich schließlich abholte, verbreitete ich noch etwas Salzwasser in ihrem Mini, aber das Singen zu dritt dann tat mir wirklich gut. Als wir uns wieder verabschiedeten, fragte die andere Freundin prompt nach Felix. Ich erzählte ihr, daß er gestorben ist, und sie erzählte, daß sie das gut nachfühlen kann, denn sie hängt in ähnlicher Weise an ihren Haus- und Hoftieren und knabbert immer noch daran, daß im Herbst ihr Lieblingshuhn vom Fuchs geholt wurde.

Freitag war ein Fuchs im Innenhof unserer Arbeitsgebäude und suchte sich lecker Futter in den Mülltonnen. Zum Mittag fuhr ich zu meinem Vater und bepflanzte Felix‘ Grab mit irgendwelchen bunten Schwertelblumen und Maiglöckchen. Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause wuchs mein Cache-Coeur erheblich, denn meine Strickgeschwindigkeit erhöht sich langsam. Wie Ihr seht, habe ich ein neues Cache-Coeur angefangen, in grün diesmal. Es ist dieselbe Wolle, nur mit einem wunderschönen Grasgrün als Grundfarbe mit blauen und ockergelben Zusatzfäden.

Das Muster ist eine Art verschränktes Kreuz, ausschließlich aus Rechts- und Linksmaschen gemacht ohne Schnickschnack. Wenn ich mit der nächsten Musterrunde durch bin, werde ich mal die Wolle mit der gelben Grundfarbe, die ich für das erste Cache-Coeur verwendet habe, benutzen, um das Muster abzusetzen.

Jetzt packe ich das Strickzeug ein, nehme mir ein Stück Fladenbrot mit Frischkäse und einer Tomate mit, putze Zähne und fahre wieder zur Arbeit. 40 Minuten im Zug = 2/3 Muster. 🙂

Achja: Und ich habe mich entschlossen, eine weitere Blogkategorie einzuführen: „Was ist eigentlich…“. Darin werde ich Sachen erklären, die ich wissenswert finde, Sachen, von denen ich keine Ahnung habe, die ich aber witzig finde, und Sachen, die mir zufällig begegnen und spontan faszinieren. Fange ich aber erst morgen an.

Habt ein schönes Wochenende!

14. März 2010

Rekord!

Wow – gerade, als ich nur einen ganz kurzen Sonntagsbeitrag schreiben wollte, sah ich, daß gestern 57 Besucher auf meinem Blog waren. Für die alten Bloghäsinnen unter Euch ist das wahrscheinlich lächerlich, aber für mich ist das ein Zuwachs von mehreren hundert Prozent. War so schlechtes Wetter bei Euch, daß Ihr wirklich nicht raus konntet? 🙂 Oder lag es an den Wörtern der Suchfunktion („Fensterassis“ und „Orca“)? Wie auch immer – ich freu mich.

So sah es vor einer halben Stunde bei uns draußen aus:

In einem Wort: trist, grau, häßlich. Schneeregen vor kahlen Bäumen, was wünscht man sich weniger im März, wo man eigentlich Krokusse sehen möchte. Aber selbst bei diesem Wetter lohnt es sich, näher hinzusehen. Derselbe Baum:

Ich finde es wunderschön. Selbst aus grieseligem Schneeregen kann man sich Perlen zaubern.

Und dann wollte ich Euch noch eine Göttin zeigen, die ich vor Jahren mal gemacht habe, und die zu tragen ich erst seit einer Woche das Bedürfnis hatte:

12. März 2010

Georgette!

Aaargh! Ich habe gerade mal spaßeshalber bei Amazon nach Büchern von Georgette Heyer geguckt – und es gibt sie alle! Eigentlich wollte ich nur Feona, die gerade ausmistet, den Namen richtig schreiben, weil es schon Jahre her ist, daß ich diese Bücher gelesen habe, und damals gab es sie nicht mehr zu kaufen. Das sind echt die besten Liebesschmöker wo gibt. 🙂 Nö, dafür schäme ich mich nicht.

Und heute früh – naja, so früh war’s nicht, aber ich war noch sehr verpennt – rief meine Mutter an, mit der Frage, die jede Beziehung kittet: Willst Du mit mir shoppen gehn? Ich will, bin aber erst noch mit einer Freundin verabredet in dem einzigen wirklich schönen Café der ganzen Stadt, und meine Mutter und ich fahren dann gegen Mittag in ein riesiges Naturkaufhaus 30 Kilometer entfernt. Das haben wir uns schon vor über einem Jahr mal vorgenommen und es hat irgendwie nie geklappt. Nun, mal sehen wie es wird, ich freue mich jedenfalls wirklich drauf. Mal wieder ein bißchen Mutter-Tochter spielen. Ich denke, im Endeffekt ist meiner Mutter sogar ziemlich egal, wie unsere Hochzeit aussieht, nur dieses fröhliche gemeinsame Herumwuseln vorher fehlt ihr total. Vielleicht kann ich ihr ja heute davon eine Dosis verabreichen.
Aber jetzt brauche ich erstmal einen Kaffee, damit ich es überhaupt zum Café schaffe.