Meine Woche in Bildern

Ostern.

Die Feiertage begannen für mich am Gründonnerstag mit dem Abendmahlsgottesdienst in unserer Dorfkirche. Um wirklich das letzte Abendmahl nachempfinden zu können, hatte der Pfarrer 2 lange Tische in den Altarraum gestellt, schön gedeckt mit weißen Decken, Geschirr und Besteck, darauf standen Salate, Wein in Karaffen, Obst- und Käseplatten und rundherum die Stühle für die Gemeinde. Wir begannen im Glockenturm der Kirche, durch den man hineinkommt, mit der versammelten Gemeinde zu singen und dann, im Kanon singend, gingen wir alle bis zum Altarraum und nahmen Platz. Da relativ viele Leute gekommen waren, mußten einige Kinder auf den Schoß, aber das ging in Ordnung. Und dann feierten wir das Pessachfest nach, das auch Jesus und seine Jünger feierten – den Auszug der Juden aus Ägypten und das Ende der dortigen Sklaverei. Aufgrund der Eile auf der Flucht hatte man keine Zeit, einen Sauerteig anzusetzen, daher gab es ungesäuerte Brote; das Fest heißt auch Das Fest der ungesäuerten Brote. So saßen wir also alle in der kleinen Feldsteinkirche, aßen Matzen und gaben den Teller jeweils an unseren Nachbarn weiter mit den Worten „Christi Leib für Dich“ und taten dasselbe dann mit dem Weinkelch. Das war schon eine erstaunliche Erfahrung. Ich meine, sich einfach mal bewußt zu machen, daß die Jünger nicht „Das letzte Abendmahl“ gefeiert haben, weil sie wußten, daß ihr Mentor sterben würde – sie wußten es ja noch nicht. Sondern es war eine ganz normale Familienfeier, wie unser heutiges Weihnachten. Sie feierten bei einem Mann, der in der Bibel nicht namentlich genannt wird, bei dem sie sich aber offenbar zu Hause fühlten.
Am Karfreitag sang ich ebenfalls im Gottesdienst (nur mal zur Erklärung: bei manchen Gelegenheiten wünscht sich der Pfarrer mal etwas Besonderes, und dann komme ich und singe einige Lieder und/oder die Liturgie, oder einen Wechselgesang mit der Gemeinde usw.). Samstag mußte ich arbeiten; am Ostersonntag war ich vom Kirchendienst freigestellt 🙂 und konnte chillen ohne Ende. Ich hab’s bei wow auf Stufe 38 geschafft und einige Stricksachen begonnen:

Für meine Schwägerin, die bald Geburtstag hat, sehr gut kocht und mindestens so gerne ißt, möchte ich im Strickfilzverfahren ein bißchen Küchenschnickschnack herstellen. Mein erster Versuch war für einen runden Untersetzer, nur leider war der Bogen nicht eng genug. Die Idee ist folgende: Man strickt einfach Reihen hin und her, läßt aber immer am Ende der Reihe einige Maschen aus, so daß am Ende die Mitte viel dicker ist. Dann rollt man das Ganze zusammen zu einem flachen Kreis. Bei mir jedoch wurde der Kreis nicht flach, denn der Bogen war einfach nicht genug gewölbt.

Daher legte ich ihn zu einem Hütchen zusammen und ließ daraus einen Eierwärmer entstehen.

Und dann noch einen Spiralschal aus eher flippiger Wolle für eine Freundin, die auf schräge Sachen steht und ebenfalls bald Geburtstag hat:

Man erkennt es auf dem Bild nicht, aber dadurch, daß man zur anfänglichen Maschenzahl in jeder Reihe etliche dazu nimmt und damit die Endmaschenzahl ungefähr 6x so hoch ist, wellt sich ein Ende der Stola. Dieses gewellte Ende werde ich mit goldfarbener Wolle aus demselben Material stricken. Es ist übrigens super anstrengend, überhaupt die Maschen zu finden, weil diese winzigen Fransen da einfach immer im Weg sind.

Und dann habe ich natürlich noch

Ostereier gefärbt. Und meiner Mutter, die immer noch krank ist und trotzdem glaubt, die Probleme der ganzen Welt auf ihre Schultern nehmen zu müssen, den Kopf gewaschen. Hoffentlich bringt es was.

Und heute schließlich waren wir auf einem österlichen Mittelaltermarkt, haben das Flair genossen, die Hunde der Standbesitzer gekrault und ich habe ein Paar hübsche Holzohrringe bekommen. 😀 Das ist toll, ich genieße dieses Ambiente immer sehr. Naja, was heißt immer – das war mein zweiter Mittelaltermarkt. Leider war er auch ziemlich verregnet, aber sowas kann mir ja nicht die Laune verderben.

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2 Kommentare to “Meine Woche in Bildern”

  1. Was für eine schöne Feier!
    Und deine Handarbeiten sind toll.
    Ich bin ja ein Strick- und Nähnoob.

  2. Der Schal mit der Effektwolle wird bestimmt ganz toll, sieht auf der Nadel ja schon so gut aus.
    Hihi, ich weiß wovon du redest, ich habe vor kurzem auch einen aus so einer Fransenwolle gestrickt. Da hofft man immer, dass man auch ja nichts auftrennen muss 🙂
    Liebe Grüße
    Alruna

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