lauter schöne Nachrichten und ein Stöckchen

Ich bin re, wie es so schön bei World of Warcraft heißt, wenn jemand kurz afk war – away from keyboard. Wie es aussieht, habe ich jetzt erstmal einige Zeit keine Gelegenheit zum Spielen, denn ich habe einen Termin für ein Vorstellungsgespräch und muß mich übemäßig intensiv darauf vorbereiten. Ich will diesen Job! Gleichzeitig habe ich wahnsinnige Angst, wieder mal vor einer Jury zu versagen, wie schon immer in der Musikschule beim Vorspielen. Wenn jemand von Euch eine gute Idee hat, wie ich das in den Griff kriege (oder eine überzählige Packung Valium), rutsche ich auf den Knien. Jetzt aber zu den schönen Nachrichten:

Gestern Abend war ich noch arbeiten und kam mit Bauchkrämpfen, sehr müde und schlecht drauf gegen Mitternacht nach Hause. Doch mit einer Krampflöserpille und einem schönen heißen Kirschkernkissen schlief ich das erste Mal seit dieser Entzündung wunderbar und wie ein Stein.
Dann bekam ich einen Anruf von dem Makler, der die schöne 4-Zimmer-Wohnung vermittelt. Er tat erst etwas umständlich, fragte, ob der 1.7. wirklich unser absolut allerfrühester Einzugstermin wäre, erzählte was von einer hochgradig interessierten Familie, die ihn heute früh schon lechzend und sabbernd angerufen hätte und fragte, wie laut das Klavier sei. Und dann sagte er schwer seufzend: Und sie wollen also mietfrei schon früher rein, ja? Wir haben jetzt April, das sind dann noch Mai, Juni, Juli… hmm… Gut, dann machen wir das so. Ich schicke Ihnen den Vertrag zu.
Yippieh!

Dann hatte ich um 10 einen Termin in einer freien Schule, die einen Musiklehrer sucht, nur für 2 Stunden auf Honorarbasis ab dem nächsten Schuljahr. Der Direktor war unglaublich nett, die Schule ist ein denkmalgeschütztes Gebäude, das derzeit renoviert und den Sicherheitsstandards angepaßt wird, und man merkt sofort beim Reinkommen, daß dort mit Liebe zu den Schülern gearbeitet wird. Während der künftige Speisesaal entsteht (derzeit essen die Schüler mittags noch auswärts in einer Kantine), entstehen auch 2 Küchenräume, so daß man sich später selbst versorgen kann, und von dem Speiseraum aus wird eine Tür durchgebrochen, die auf eine Terrasse führt, damit man im Sommer auch draußen essen kann. Schon jetzt erhalten die Schüler bei ihrer Ankunft morgens erstmal ein gemeinsames Frühstück und gegen 10 nochmal einen Snack. Die bisher schon renovierten Räume wurden von Prüflingen gemacht, die die Malerausbildung beendet haben, und die haben das super gemacht – alle Räume haben denselben Stil, aber jeder eine eigene Farbe. Im Flur verläuft eine ganz simple Zierleiste aus drei farbigen Linien auf Augenhöhe an der Wand, und die Rauchschutztüren der drei Stockwerke sind jede in einer dieser drei Farben gehalten.
Die bisher einzige Klasse dort (die Schule gibt es erst sein diesem Schuljahr) hat nur 9 Schüler, für den nächsten Jahrgang sind 16 vorangemeldet. Es gibt eine schöne, helle Aula mit Bühne, einen Raum mit einem Flügel und etliche Schlaginstrumente in einem Lagerraum. Hinten ist ein Schulgarten, der derzeit von einem unglaublich niedlichen alten Hausmeister gepflegt wird.
Der Lehrplan spielt laut dem Direktor nicht eine so große Rolle, daß ich die pubertierenden Jungs zum Singen zwingen müßte (danke!), sondern ich kann selbst entscheiden, auf welche Art ich die notwendigen Inhalte vermitteln will. Ich kann auch selbst sagen, ob ich beide Klassen gemeinsam oder getrennt unterrichten will, und falls getrennt, ob lieber alle 2 Wochen eine Doppelstunde oder jede Woche nur eine.
Man merkt diesem Mann an, daß er aus vollem Herzen eine Schule machen möchte, die für die Schüler ein Zuhause ist. Ich würde dort wirklich gerne arbeiten, denn das hat Nachhaltigkeit. Das einzige mögliche Problem liegt jetzt in meiner Ausbildung, ich habe nämlich keinen Pädagogikschein. Ich habe ihm gesagt, daß ich das, soweit zeitlich möglich, nachholen würde, falls das Ministerium das zur Bedingung macht. Nachdem ich aber bereits früher an einer Schule gearbeitet habe, sehe ich da jetzt noch nicht ganz schwarz.

Tja, gut gelaunt wieder zu Hause finde ich bei Ashmodai ein Stöckchen vor. 🙂 Ich darf das mal kopieren:

Schonmal einen Film gesehen in dem dich das Lied, welches gesungen wurde, total berührt oder amüsiert hat? Und wolltest du das schon immer mal mit anderen Leuten teilen? Dann bietet dieser Tag dir die Gelegenheit dazu.
Was du machen musst: Zeige uns sechs deiner liebsten Lieder, die in einem Film gesungen werden. Sag uns, aus welchem Film sie sind und wieso sie dir so gut gefallen. Dann tagge noch weitere fünf Leute.

Das mit den 5 Leuten ist wie immer ein Problem. Aber gut, erstmal zur Musik.

Dann fangen wir doch gleich mal mit einem Titel an, der eigentlich aus keinem Film ist (soweit ich weiß, kann aber sein, daß er auch mal bei Ally McBeal vorkam, wie mehrere Barry White Titel), der aber aus einem Film sein könnte und mich immer und immer wieder sofort ab der ersten Note in einen goldenen Glücksschwebezustand versetzt:

Aaaahh… Ich liebe es. Wartet mal, das muß ich gleich noch mal hören… Hmmm. Wenn ich meinem Leben eine Titelmelodie geben dürfte, müßte es diese sein.

Okay, nächster Titel: Der mit Abstand schönste Filmbeginn, den ich kenne ist der von Pride & Prejudice, die neue Verfilmung mit Keira Knightley (die ich überhaupt sehr schätze). Zuerst sieht man nur diesen 50 Sekunden dauernden Sonnenaufgang, mit der Sonne schleicht sich gaaaanz ganz zart das Klavier hinein, und dann eine Szene, die von der Hauptdarstellerin aus fast 2 Minuten ohne Schnitt ihre gesamte Familie, ihr Haus, ihr Dorf zeigt, während das Klavierstück sich entwickelt und dann endet. (Nach den drei Minuten könnt Ihr auch aufhören zu gucken.) Here we go:

Dann ein Song aus dem wirklich total schönen und sehenswerten Film Garden State:

Bei diesem Film kann man sich schon nach wenigen Minuten der wachsenden Skurrilität des Plots nicht mehr entziehen und sitzt am Ende glücksselig weinend da und will ihn sofort noch einmal sehen:

Next one: Wheel of Fortune kennt vermutlich jeder. Daher habe ich mich für das hier entschieden.

Und zu guter Letzt eine wundervolle Kindheitserinnerung:

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2 Kommentare to “lauter schöne Nachrichten und ein Stöckchen”

  1. dann wünsche ich dir mal das alles so klappt wie du es haben magst!

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