Archive for Mai, 2010

27. Mai 2010

Autschn

Gestern waren wir spontan Federball spielen. Das örtliche Fitnesscenter bietet für die Sommermonate 2 Stunden zum Preis von einer, und nachdem wir beide seit 3 Jahren keinen anderen Sport gemacht haben als Hundespaziergänge (und S-Bahn-Sprints) und mittlerweile etwas moppelig sind, gingen wir sehr motiviert in die Halle. Wir haben beide früher gerne Federball gespielt – ach so, für die Nicht-Ossis: Badminton -, ich nur als Kind im Garten, mein Freund auch noch während des Studiums sogar ziemlich gut, und hatten unseren Spaß. Allerdings liefen wir beide innerhalb der ersten Viertelstunde hochrot an, tranken jeder einen halben Liter Wasser und gaben nach insgesamt 75 Minuten auf. Besonders niederschmetternd war, als nach einer Stunde zwei semiprofessionelle Teams, Vereinssportler oder sowas, die Plätze neben uns belegten und ich den Ball, nunja, unter ihrem Netz landen ließ. Ähem. Mit Affenarmen und hängender Zunge gingen wir nach Hause und duschten erstmal schön heiß, in der Hoffnung, den Muskelkater zu vermeiden. Aber nix da. Ich habe einen schönen, kräftigen Kater. Und der sitzt von allen in Frage kommenden Muskelpartien ausgerechnet – naaa? geht es noch peinlicher? – im Hintern.
Autschn.

Mit der Post kam heute Mittag das Päckchen von Amala, in dem sich das Fliegenpilztäschli befand. Ich öffnete es erwartungsvoll und wurde von einem sehr schönen, würzigen Duft umweht. Das Täschli war in fliegenpilzgemustertes Geschenkpapier eingewickelt und barg in sich einige Teebeutel der Sorte Chai mit Schwarztee. Hmmmm! Das entspannte.

Und dann habe ich noch einen kleinen Test bei Ashmodai mitgenommen, der mir bescheinigt, daß ich eine Tagträumerin bin:

You Are a Dreaming Soul

Your vivid imagination takes you away from this world so much so that you tend to live in your head most of the time.
You have great dreams and ambitions that could be the envy of all…
But for you, following through with your dreams is a bit difficult.

You are charming, endearing, and people tend to love you.
Forgiving and tolerant, you see the world through rose colored glasses.
Underneath it all, you are brimming with passion that you keep hidden.
Always hopeful, you tend to expect positive outcomes in your life.

Selbst versuchen? Test

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25. Mai 2010

Kleine Unregelmäßigkeiten

Heute geht es hier mal um Unregelmäßigkeiten, also Dinge, die nicht bzw. nur bedingt nach einem Regelmaß funktionieren, was auch immer das ist. Ich mag das ja total gerne. Ich habe zum Beispiel nicht die geringste Ahnung von Magnetismus und Gravitation und deren Verhältnis zu und Auswirkungen auf die Fließrichtung von Leitungswasser auf der nördlichen im Gegensatz zur südlichen Erdhalbkugel, aber die Hälfte der Zeit fließt mein Wasser linksrum ab.
Oder es passieren überraschende Kleinigkeiten. Heute habe ich eine alte Weinflasche, die ich als Vase benutze, in der Spüle ausgekippt. Das heißt, ich wollte, während ich sie kopfüber im Ausguss stehen ließ, noch schnell etwas aus dem Wohnzimmer holen. Ich stellte die Flasche extra auf eines der Ausgusslöcher und nicht auf die Schraube in der Mitte, damit das Blumenwasser auch abfließen kann, aber – nichts passierte. Einige Sekunden starrte ich die Flasche mit dem reglosen Wasser an, dann lief ich ins Wohnzimmer und holte die Kamera. In aller Seelenruhe schoß ich mehrere Bilder davon, wie gar nichts passiert, die natürlich auch gar nichts beweisen, weil ich in dem Moment zu doof war, nach der Videokamera zu greifen. Hier ein Bild:

Als ich das dritte Foto aufnahm, machte es einmal „Blupp“, dann war das Wasser wieder ruhig.

Dann habe ich heute festgestellt, daß das Pflänzchen, das ich vor einigen Wochen eingepflanzt habe und noch immer nicht identifizieren konnte, rasant gewachsen ist und dringend umgetopft werden mußte. Also habe ich einen größeren Topf gesucht und die Sache in Angriff genommen. Ich muß schon sagen, so schnell wie das hier wächst, ist noch nie ein Grünzeug in meiner Nähe gewachsen.

Unglaublich, oder? Wenn man das mal mit dem Winzling von vor ein paar Wochen vergleicht? Ich nehme mal an, daß das eine Baumart ist, die da angewachsen ist, denn so wäre für mich erklärbar, warum es so schnell so hoch hinaus möchte und auch so ein starkes Wurzelwerk entwickelt hat in der kurzen Zeit. Also, wenn jemand erkennt, was das ist, wäre ich dankbar für einen Hinweis. Vielleicht muß ich es ja nur in den neuen Vorgarten pflanzen, damit es so richtig in Schwung kommt, und habe dann nächsten Herbst einen 1,80 Meter hohen Sichtschutz vor dem Fenster.

23. Mai 2010

Kurzausflug

Wir waren (wie ich schon erwähnt hatte) von Freitag bis eben gerade an der Ostsee bei den Schwiegereltern. Es war eigentlich gar nicht so schlimm. Nur drei Computer zu reparieren und ein dicker Hund zu Kraulen. Ich habe meine Begeisterung für winzige Digitalkameras entdeckt und gefilmt, was nur ging. Allzuviel ging auch nicht, da es gestern unheimlich neblig war, aber es hat trotzdem Spaß gemacht. Mal sehen, vielleicht schaffe ich es noch, ein Filmchen hier reinzustellen.

Außerdem haben wir – da es ja bewiesenermaßen keine Zufälle gibt – beim Ikea eine Kommode in derselben Farbe aus derselben Reihe in der Fundgrube gefunden, wie wir vor einem Jahr schonmal dort gekauft haben. Unsere sind nicht braun oder weiß, sondern rot und blau und einfach toll. Die von gestern ist etwas kleiner und einfach traumhaft schön. Vielleicht sollten wir einfach einmal im Jahr dahin fahren, um im Laufe der Zeit die gesamte (wirklich tolle) Serie zu Fundgrubenpreisen aufzukaufen.

Außerdem erwartete mich bei meiner ersten Internetcheckung nach Rückkehr eine Überraschung: ich habe dieses Bloggeburtstagsgeschenk bei Amala gewonnen. Isses nich schön? Ich freue mich jedenfalls total. Und schlendere jetzt beschwingt in die Küche zum Kaffee machen.

20. Mai 2010

alte Stelle, neue Wohnung

Also: Es kam, wie es kommen mußte. Ich habe niemanden mehr telefonisch erreicht und bin daraufhin vorgestern zu meinem Vorstellungsgespräch gefahren. Dort habe ich erstmal die Sekretärin gefragt, ob dies wirklich der einzige Termin sei, was sie leider bejahte, und auf meinen Kommentar hin, daß in diesem Fall von meiner Seite mit einem desaströsen Ergebnis zu rechnen sei, erntete ich ein nettes, belangloses Lächeln. Nun, ich habe die Stelle nicht bekommen. Stattdessen habe ich einen schönen und lustigen Nachmittag mit einem der Mitbewerber verbracht, der ein alter Studienkollege von mir ist, den ich nach vier Jahren bei dieser Gelegenheit wieder getroffen habe. (Er hat die Stelle auch nicht gekriegt.) Er ist ein begnadeter Musiker, Italiener, raucht wie ein Schlot und hat seine letzte Stelle wegen seiner bipolaren Störung verloren. Das Leben kann echt hart sein.
Ich habe mich mit ihm ein bißchen über das Musikerdasein in Italien unterhalten, weil ich mich wunderte, warum er nicht dort arbeitet, denn er vermißt das Land offensichtlich. Er erklärte mir, daß es Klassiker dort extrem schwer hätten, weil es kaum noch Arbeitsmöglichkeiten gäbe, da dort im Gegensatz zu den deutschsprachigen Ländern weder eine Hausmusiktradition existiere noch ein Musikschulnetz, so daß Musizieren für die Kinder total unüblich ist. „Musik heißt in Italien: MTV!“ Das will man kaum glauben von dem Land, das Puccini, Vivaldi und noch so viele andere -is hervorgebracht hat.

Heute habe ich dann erstmal ausgeschlafen (kam erst halb eins von der Arbeit) und am Vormittag die Kaution für die neue Wohnung auf einem Sparbuch deponiert und dann ein bißchen zu Hause herumgewerkelt: Wäsche, Altglas, Umzugskisten. Als ich mir in der neuen Wohnung mit dem neuen Wasserkocher einen frischen Kaffee machte und mich damit an mein neues Arbeitszimmerfenster stellte, um die ganze Neuheit um mich herum ausgiebig zu genießen, kam eine Elster im Sturzflug über den Zaun gesegelt und landete direkt vor meinem Fenster im Vorgarten. Von dort aus ging sie langsam ruckelnd einmal unsere gesamte Fensterfront zu Fuß ab und plockte hier und da ein paar Leckerbissen aus dem Rasen. Das steigert doch mein Wohlwohngefühl gleich um mehrere 100 Prozent.

Morgen Abend fahren wir für 2 Tage zu den Schwiegereltern. Zu den geschiedenen Schwiegereltern. Und zum ersten Mal übernachten wir beim Papa, und schon beim Gedanken daran verkrampfe ich mich irgendwie total. Ich sehe meinen armen Kerl schon wieder das ganze Wochenende die Computer der gesamten, nicht miteinander redenden Familie reparieren und mich lieb lächelnd dasitzen und nichtssagende Konversation mit Leuten betreiben, die sich nicht einmal soviel für ihn oder mich interessieren, daß sie zu unserer Hochzeit kommen würden. Aber diesmal, das habe ich mir fest vorgenommen, werde ich ein Machtwort sprechen, wenn es mir zu bunt wird. *sich angeberisch auf die Brust schlag* Bei aller Nettigkeit und Verwandtschaft, aber ich habe inzwischen oft genug erlebt, wie seine liebe Familie meinen Freund seine gesamten freien Tage über in jeder Minute ausnutzt, um ihre Probleme in den Griff zu bekommen, und das ohne Rücksicht auf Verluste und sogar, wenn er sagt, er kann nicht mehr und braucht eine Pause. Grrrr. Aber diesmal, so habe ich es mir fest vorgenommen, machen wir mindestens einen Strandspaziergang und essen irgendwo einen riesigen, kleckernden Döner. Und was immer sonst noch zum Urlaub gehört.

17. Mai 2010

mal was Schönes

Heute zwei schöne Dinge: Das erste ist zum Durchlesen. Die Organisation Matter of Trust sammelt Haare – kein Witz -, packt sie in alte Nylonschläuche, z.B. übriggebliebene Feinstrumpfhosen, und bekämpft damit die Ölpest. Auf dem Gaia Girls Blog gibt es dazu einen Kurzfilm.

Und damit Ihr wißt, warum ich meinen Hund immer noch vermisse und was es bedeutet, einen verfressenen Labrador zu haben:

So, und jetzt wieder Duschen, Klavier üben, verzweifeln.

11. Mai 2010

Zipperlein

Nur falls sich jemand wundert, daß ich mich hier etwas rarer mache: Die Blasenentzündung ist zu einer Nierenbeckenentzündung geworden. Ich erspare Euch die schmerzhaften Details. Heute werde ich im Büro meines erhofften zukünftigen Arbeitgebers anrufen, ob sich vielleicht der Vorstellungstermin nach hinten verschieben läßt. Außerdem hat meine Oma Geburtstag und es gibt eine große Feier bei meinen Eltern, von der ich noch nicht weiß, ob ich sie besuchen kann, weil alles so weh tut. Aber ich werde sie auf jeden Fall nachher zu Hause abholen und dorthin chauffieren, das wird bestimmt nett.
Ein Gutes hat die böse Sache: Ich esse nur noch Obst und Flüssigkeiten, alles andere erscheint mir gerade unerträglich. Vielleicht hab ich ja nächste Woche ein Kilo weniger?

8. Mai 2010

Was ist eigentlich… ein Bühnenkuss?

Da mir kürzlich etwas ungeheuer Witziges in einer Vorstellung aufgefallen ist, fühle ich mich animiert, hier mal einen kurzen Beitrag über Bühnenküsse zu verfassen. Ein Bühnenkuss ist ein Kuss zwischen zwei Darstellern eines Bühnenstückes, der für das Publikum echt aussehen soll, es aber nicht ist. Anders als die meisten modernen Filmküsse, bei denen einfach tatsächlich drauflos geknutscht, geknabbert, gesaugt und alles andere wird, ist es im Theater und speziell im Musiktheater oft so, daß durch einfache Tricks ein echter Kuss nur vorgetäuscht wird.
Die einfachste Möglichkeit ist, den Mann (oder den größeren Kusspartner) mit dem Rücken zum Publikum stehen zu lassen. Wenn er sich dann leicht über seine Partnerin beugt, können die alles machen, jede kleine Bewegung der Schultern oder der Köpfe ruft einen Eindruck von Küssen hervor.
Sollen beide Darsteller seitlich zum Publikum stehen, so helfen lange Haare, um allzu verräterische Details zu verdecken. Diese Details können sein: man preßt nur die Wangen aneinander; man hält die Lippen fest geschlossen, läßt sie aber einander berühren; man berührt die Wange des anderen nur mit der Nasenspitze und hat so etwas Abstand zwischen den Lippen.
Soweit ich weiß, gab es zu keuscheren Filmzeiten noch einen Trick mit der Hand des Mannes, der natürlich liebevoll-besitzergreifend den Kopf der Frau umfaßte. Hier lag glaube ich ein Teil der Hand zwischen den Mündern, was wieder den Trick ergänzte, das Paar so zu zeigen, daß Frau und Kuss gleichermaßen hinter den breiten männlichen Schultern verschwinden und eigentlich der ganze Kuss der Phantasie des Publikums entspringt.
Insbesondere im Musiktheater ist es so, daß die Darsteller Singen, Tanzen, mehrere Fremdsprachen, Bühnenfechten und noch etliches mehr lernen, aber scheinbar keine Küsse – so kommt es dann zu lustigen Szenen auf der Bühne wie neulich auf der Arbeit: Tenor küßt Sopranistin, Sopranistin wischt sich unwillkürlich mit dem Ärmel den Mund ab. Uuuups….

3. Mai 2010

Suchbegriffe

Ich lese eben auf meinem Dashboard:

Top-Suchen
2wölfe, câche-coeur stricken, nödlnödlnödl, riesenstrumpf stricken, golden retriever wie erkennt der hund den rudelführer

Nödlnödlnödl? Wer sucht denn sowas? Sowas lallt man doch im Schlaf, dachte ich. Jedenfalls habe ich in meiner Neugierde eine Googlesuche gestartet mit eben diesem hochintellektuellen Begriff und fand heraus, daß es einen österreichischen Eishockeyspieler namens Nödl gibt. Niedlich.

2. Mai 2010

Gemalt: Flamme

Dies ist mein erster Versuch mit Ölfarben. Naja, abgesehen von dem Dankeschön-für-das-Geld-für-die-Ölfarben-Bild, das ich meinem Freund nach meinem Kaufrausch gemalt habe, das aber eher, nunja, nicht ganz so kunstvoll ist.
In Natura leuchten die Farben noch mehr, und aus der Nähe sieht das Gesicht nicht ganz so Pünktchen Pünktchen Komma Strich – mäßig aus, aber ums Gesicht ging es mir auch gar nicht.

1. Mai 2010

Mai

Und allen, die feiern, wünsche ich eine wunderbare Walpurgisnacht (gehabt zu haben) bzw. ein schönes Bealtaine!