Parkschützer

Nur ganz kurz, aber meines Erachtens wichtig:

Bei Weidenfrau habe ich diesen interessanten Beitrag gelesen. Der Stuttgarter Schlossgarten soll einem über etliche Jahre angelegten Bauprojekt zum Opfer fallen. Bei der Weidenfrau gibt es auch entsprechende Wiki-Links.
Wer den Park schützen möchte, kann dies tun, indem er sich öffentlich auf dieser Seite zu diesem Zweck registriert. Wer in der Nähe von Stuttgart wohnt und vielleicht ein besonderes persönliches Verhältnis zur Stadt und zum Schlossgarten hat, kann sich sogar für weitergehende Aktionen eintragen lassen.

Und für alle, die sich fragen, warum ich an einer Aktion teilnehme, die eine Stadt betrifft, in der ich noch nie war und zu deren Stadtpark ich nicht die geringste Beziehung habe: Weil ich es unglaublich wichtig finde, wenigstens ein Mindestmaß an natürlichem Lebensraum für Vögel, Kleintiere und (!) Menschen in jeder Großstadt zu erhalten. Wer mal einige Zeit im größtenteils unglaublich häßlichen Berlin verbracht hat, weiß, was ich meine. Und wer vergleichsweise einige Zeit in z.B. Wien verbracht hat, weiß, wie wichtig Grünanlagen sind.
Ich bin der festen Überzeugung, daß es in schönen, gesunden, lebensvollen Städten weniger Depressionen, Aggressionen, weniger Übergriffe gegen Kinder und dafür mehr Kreativität, mehr bewußten Umgang mit der Natur und mehr positive Entwicklung in persönlichen und gesellschaftlichen Bereichen gibt. Ich kann das nicht verifizieren, aber mal ganz plump ausgedrückt: Wernigerode blüht, Schwedt stirbt.

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4 Kommentare to “Parkschützer”

  1. Danke für den Link. Ich mache auch mit, auch wenn ich keine Stuttgarterin bin. (Sondern nur bald wieder Wahl-BWerin.)
    Zum einen aus den gleichen Gründen wie du, aber auch weil ich vor kurzem erst selbst einmal in Stuttgart war und die Stadt mir so unheimlich gut gefallen hat, gerade auch wegen der vielen grünen Ecken. Es gibt schon genug Beton und genug sinnlos verschleuderte Gelder! Ich finde dieses „Projekt 21“ ganz furchtbar!

  2. Danke fürs Mitmachen und weiterverbreiten! * handkussschmeisst*

  3. Danke für den Link!

    Zum Bauprojekt: Der Bahnhof soll vollständig unter die Erde verlegt werden, der Gleisverlauf quer zum jetzigen als Durchgangsbahnhof. Es sollen nur 8 Gleise statt der heutigen 16, Tunnel auf die Fildern 3,5 km und Anbindung an 60 km Tunnel zw. Wendlingen und Ulm (soll auch neu gebaut werden für ca. 3 Mrd. durch schwierigstes Gestein)

    Kosten: offiziell 4,1 Mrd. (wer’s glaubt, wird selig)
    Dauer: offiziell 10 Jahre, jetzt schon 1 Jahr Verspätung.

    Täglich 2400 LKWs mit Aushub, Grundwasser gefährdet (muß mit 5 bis 15 Metern gesenkt werden), Mineralwasser gefährdet, denkmalgeschütztes Bahnhof verstümmelt (beide Seitenflügel weg).

  4. @Emilia: Danke für die Hintergrundinformationen! Wie mir nun per Email mitgeteilt wurde, sind bereits die ersten Abrißfirmen am den Stuttgarter Bahnhof plaziert und wurden durch Demonstranten an der Arbeit gehindert. Die Demos gehen täglich weiter; da scheinen sich ja wirklich etliche Stuttgarter sehr zu engagieren.
    @Isi: genau, es gibt mehr als genug überflüssigen Beton. Und dabei könnten manche Bauförderungsmaßnahmen in soviel sinnvollere Projekte gesteckt werden.
    @Weidenfrau: *Handkuß auffängt* 🙂

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