Fotosuppenrezept und noch Suchbegriffe

Ein gesegnetes Totengedenkfest wünsche ich ringsherum! An diese Namen Samhain, Litha usw. kann ich mich immer noch nicht gewöhnen – ich feiere lieber realitätsnah, womit ich natürlich nur meine eigene, subjektive Realität meine. Feste, bei deren Namen ich über die Aussprache nachdenken muß, liegen mir nicht. Daher wünsche ich Euch von Herzen viel Freude bei einem Fest, in dessen Namen das Wort tot auftaucht.
Dabei geht es gar nicht in erster Linie um’s Sterben, sondern vielmehr um das Abschiednehmen. Darum, Dinge loszulassen, die man nicht mehr benötigt, die nicht mehr angemessen sind, und – viel schwieriger – darum, Dinge und Lebewesen loszulassen, die man gar nicht wirklich loslassen will, die aber trotzdem einfach gehen. Heute ist der Zeitpunkt, um dieses Gehen zu akzeptieren. Heute geht nach alter Zeitrechnung verschiedener Kulturen das alte Jahr, morgen beginnt das neue.
Und wir beide, mein Kerl und ich, laden heute den Hund ein. Ja, er ist nur ein Hund. Aber ohne diesen Hund könnte ich jetzt nicht „wir beide“ schreiben, und wir haben ihn beide sehr geliebt und vermissen ihn immer noch sehr. Deshalb habe ich eine leckere Kürbissuppe gekocht und backe gerade ein Dinkel-Buchweizen-Brot, und wir teilen uns heute Abend ein Festmahl quasi zu dritt. Hier mal das Rezept, einfach genug für meine begrenzten Fähigkeiten in der Küche und gleichzeitig lecker genug, um meinem unbremsbaren Appetit gerecht zu werden, als Fotostory:

Zwiebeln anbraten

Kürbis würfeln

Kürbis kurz mitbraten

Küchenkräuter nach Wahl

Kochen lassen

schönes Geschirr raussuchen

pürieren und pfeffern

Und nun nochmal zur Bilderklärung: Während die Zwiebeln anbraten, sollte man (zumindest wenn man Kurkuma so begeistert verwendet wie ich) ständig rühren, denn das Zeug setzt sich am Topfboden ab. Das Verhältnis Kürbis zu Gemüsebrühe ist in etwa 5:6, man kann runtergehen bis 1:1. Als Kräuter eigenen sich sehr gut Basilikum und Petersilie, getrennt oder zusammen, aber ich glaube, da Kürbis ein ziemlich geschmackloses universelles Lebensmittel ist, kann man auch alles andere nehmen – Hauptsache, frisch oder tiefgekühlt, denn Trockenkräuter schmecken immer nach Papier, egal, wie sie heißen.

Und nun noch kurz zu den heutigen Suchbegriffen:

wow in der schule spielen – Nein, nein, nein! Liebe Kinder, das wird weder dem Spiel noch der Schule gerecht. Es ist wie Schokolade mit eingelegter Kaffeebohne – einfach eklig, selbst wenn man schokophiler Kaffoholiker ist wie ich.

Impulskontrollstörung beim Hund – HAAAAAAAAHAHAHAHA, grunz, gröl… so, Verzeihung, es geht wieder. Wir reden hier von einem Hund – von einem Tier mit nur sehr begrenzter wenn überhaupt vorhandener Kapazität zu bewußtem Denken. Also drücke ich mich mal so aus: Ein Hund wird mit einer Impulskontrollstörung geboren, und er wird sie nie überwinden. Die Impulse eines Hundes entspringen seinen Überlebensinstinkten.
Sorgen würde ich mir machen, wenn er Tendenzen zu berechnendem, hinterhältigem Verhalten zeigt. Oder sich zu dick findet und deshalb den Freßimpuls unterdrückt. Oder bei der Jagd nach einem Reh an der Straße stehen bleibt und links und rechts guckt. DAS fände ich krank.

Etwas anderes ist natürlich massive Verzüchtung (ich hatte ja kürzlich über die Spanielwut geschrieben) oder ein anerzogenes Fehlverhalten, worunter ich z.B. auch übermäßige Aggression verstehe. Beispiel: Ein Hund wird immer sein Grundstück bewachen und vorbeigehende Passanten zumindest gut beobachten, oft auch anbellen, als Warnung an die eventuellen Eindringlinge und Alarm an das eigene Rudel. Das ist normal und gut, auch wenn ein ständig kläffender Chihuahua einem schon tierisch auf die Nerven gehen kann. Wenn ein Hund jedoch ständig darin bestärkt wird, Passanten anzubellen, wenn der Besitzer ihn anfeuert, dafür lobt und den Hund vielleicht noch zum Knurren und Hochspringen animiert, ist das anerzogenes Fehlverhalten, das darin gipfeln wird, daß irgendwann mal eine Postfrau dran glauben muß. Wer das vermeiden möchte, kann seinem Hund von Anfang an zeigen, daß es in Ordnung ist, wenn draußen jemand vorbeigeht, indem man z.B. mit den Passanten einige Worte wechselt und sie sogar einlädt, am Zaun stehenzubleiben und eventuell den Hund zu kraulen. Postboten sollten besondere Aufmerksamkeit bekommen, ebenso wie Handwerker aller Art. Leckerlis helfen immer.

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