gerüsselt und gepestet

So, es ist soweit – nach dem eiskalten Bahnhofsabend neulich und der ewigen Sitzerei in unserer staubtrockenen Klimaanlage (die nur bei Ostwind nach altem Frittenöl oder gekochter Leber aus dem Hotel nebenan riecht) bin ich erkältet. Ich hoffe, dieser Schnupfen bleibt ein Schnupfen und verkrümelt sich bald wieder, denn zum richtig krank werden habe ich weder Zeit noch Lust.
Heute hatte ich das erste von 3 Weihnachtskonzerten mit meinem Chor. Ein Kurzauftritt während eines Weihnachtsmarktes. Wir haben es sehr interaktiv gestaltet und das Publikum die Hälfte mitsingen lassen. Die üblichen Weihnachtslieder gehen ja immer, aber wir haben auch einen ganz unbekannten Weihnachtskanon gesungen – mit Publikum in drei Stimmen. 🙂 Das war sehr lustig, und man merkte richtig, wie manche Leute schon beim Vorschlag verkrampften oder leise pfeifend Richtung Decke blickten und dann, als sie merkten, daß es weder schwer ist noch auffällt, plötzlich mit breitem Grinsen dasaßen und mitsangen. Ich mag ja sowas. Es waren auch etliche jüngere Leute im Konzert – damit meine ich jünger als 50 und in unserem Fall heute sogar deutlich jünger – und eine Frau erklärte mir, es habe sogar ihrer Tochter (so um die 16 Jahre, die fröhlich lächelnd neben ihr stand) sehr gut gefallen, was ich als echtes Kompliment gewertet habe. Teenager sind nicht so leicht zu beeindrucken, zumindest nicht von Weihnachtsliedern, und die Kleine sah ehrlich begeistert aus. Aah – Honig auf Seele.
Nicht so schön war, daß ein Baß sich offenbar für den Rest des Jahres abgemeldet hat, und das nicht bei mir, sondern bei meinem Vater, der ebenfalls in meinem Chor singt. Ich finde das ehrlich gesagt ziemlich befremdlich. Vielleicht ist das auch nur mein Ego, aber das ist verdammt noch mal mein Chor, auch wenn ich manche Proben meinem Vater überlasse, wenn ich abends arbeiten muß. Und was mich am meisten ärgert, ist, daß ich diesen abgemeldeten Baß sehr mag – er und seine Frau singen wirklich gut, sind sehr nett und schon einige Zeit dabei – und das einfach unnötig war. Ich meine, muß ich als Leiterin des Chores sowas im Vorbeigehen kurz vor dem ersten Konzert hören? Das gibt ein Nachspiel. 🙂

Und morgen bin ich wieder von 14 bis 23 Uhr auf der Arbeit. Juchu.

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5 Kommentare to “gerüsselt und gepestet”

  1. dann wünsche ich deinem rüssel (und dem anhängendem rest 🙂 ) gute besserung!

  2. Vielen Dank! Ich habe jetzt frei bis morgen und kann ein bißchen entspannen, da wird das schon wieder. Samstag muß der Rüssel wieder frei sein, da muß ich singen. 🙂

  3. Hoffentlich hattest du heute auch einen schön entspannten und erholsamen Tag. Gute Besserung für’s Weitere. 🙂

  4. Dankeschön! Ist schon viel besser geworden. 🙂

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