Suchbegriffe und Schreibereien

Heute habe ich mal das derzeit beliebte Bloggerspiel gespielt: der Schreibtest. Da ich deutsch schreibe, auf deutsch, hier bei der faz durchführbar.

Auf zwei willkürlich herausgesuchte Blogeinträge gab es die Ergebnisse Alexa Henning von Lange und Ingo Schulze, die ich beide bisher nicht kenne. Aber ich schätze, Zeitgenossen schreiben einfach ähnlich wie Zeitgenossen. Und dann habe ich meine beiden letzten Gedichte eingegeben. „Dahin“ ergab Hermann Hesse und „Der Tanz“ Johann Wolfgang von Goethe. Ha! Ein Honig-Ums-Schreibermaul-Test. Ich mag Hermann Hesse. Ich fühle mich geschmeichelt, vielen Dank, lieber Testersteller.

Nun zu den Suchbegriffen der letzten Woche:
klavierlehrerin schimpft – Hm. Was soll ich dazu sagen? Ich schimpfe nie. Zumindest nicht mit meiner Schülerin, nur mit der Mutter, aber die checkt das nicht. Früher, als ich noch ganz viele Klavierschüler hatte, habe ich auch nie geschimpft – nur sanft ermahnt, wenn mein kleiner Hyperaktiver mal wieder auf dem Fensterbrett tanzte. Aber ich halte Schimpfen für überflüssig und sogar kontraproduktiv im Musikunterricht, wobei Deine Lehrerin vielleicht einen guten Grund hatte? Hast Du ihr ans Schienbein getreten? Beim Vorspielen die Klavierklappe mit Wucht auf ihre Hände fallen lassen? Also dann würde ich auch… schimpfen.

draenei sex – ich darf doch sehr bitten. Das Spiel ist freigegeben ab 12.

häkelblumen anleitung – wie immer, die von mir benutzte stammt von nadelspiel.com. Ich finde sie einfach und hübsch.

basteln mit teebeuteln – also das finde ich ja mal eine total schräge Idee. Was bastelt man denn aus Teebeuteln? (Sollte sich der werte Sucher nochmal hierher verirren, wäre ich für einen Kommentar sehr dankbar.) Ich kenne so Teebeutelbäumchen mit verschiedenen Sorten für kranke Freunde oder zur Adventszeit, aber richtig basteln? *neugier*

strickmuster hunde – ist ein absolutes No-Go in meinen Augen. Hunde haben ein Fell, abgesehen von einigen speziellen Rassen, die sich sowieso kein strickwütiger Fifibesitzer anschaffen würde, weil es „nicht niedlich genug“ wäre. Dieses Fell ist optimal für den Temperaturausgleich eines Hundes, der mit dem Wärmehaushalt eines Menschen nicht zu vergleichen ist. Menschen haben kein Fell und brauchen deshalb eine künstliche Hülle. Hunde dagegen werden von Strickpullovern krank, da sich bei feuchter Kälte (Schneefall) unter dem Strickzeug diese Nässe absetzt und den Hund völlig unterkühlt – Wer für seinen Hund niedliches Anziehzeug strickt, erreicht das Gegenteil dessen, was er beabsichtigt. Wenn nicht sowieso nur Angeberei mit Niedlichkeitsfaktor beabsichtig ist.

wir sind verlobt – herzlichen Glückwunsch!

was tun mit häkelblumen – Warum hast Du sie denn gehäkelt? Wenn Du nur mal ausprobieren wolltest und jetzt Hundertschaften gut gelungener Wollpflanzen besitzt, kannst Du sie auf Kleidungsstücke nähen, an Lampenschirmen befestigen, sie zu Girlanden verbinden, sie auf Geschenkpapier als besondere Note kleben, sie Briefen beilegen, Blumentöpfe und Gardinen damit verzieren, sie an den Teppichrand tackern, sie in einen großen Eimer packen und dann das Fenster aufmachen und Frau Holle spielen, sie mit Leberwurst einreiben und lustige Suchspiele mit dem Hund veranstalten, sie an strategisch günstigen Stellen auf der Lieblingsbluse der Schwiegermutter befestigen, sie mit einem freundlichen Lächeln an fremde Leute in der U-Bahn verteilen, sie mit Duftöl beträufeln und in verschiedene Wäschekommoden legen, sie färben und einen Regenbogen für das SOS-Kinderhaus in der nächsten Stadt daraus nähen, sie als Wunschträger in Deinen Lieblingsbaum hängen…

Laß Deine Fantasie spielen.

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3 Kommentare to “Suchbegriffe und Schreibereien”

  1. Draenei Sex…Oh Grundgütiger….

  2. hab den schreibertest auch mal gemacht. zwei texte aus unterschiedlichem zusammenhang ergaben: Thomas Bernhard. Kenn ich leider nicht, aber was mich erstaunt hat, war, dass ich anscheinend einen stil hab, der auch in texten, die nicht zusammengehören und eigentlich ganz anders sind, wiederzuerkennen ist.
    PS: lese regelmäßig und mit spannung deinen blog und erfreue mich daran ganz sehr

  3. 🙂 Vielen Dank für die Blumen. Und Thomas Bernhard? Hat der nicht „Der Untergeher“ geschrieben? Ein unglaublich deprimierendes Buch über drei Pianisten, u.a. Glenn Gould (aber fiktiv). Ich glaub, das habe ich (hab’s auf jeden Fall mal gelesen) – könnte ich Dir borgen.
    Und gegen einen erkennbaren Schreibstil kann man sich wohl nicht wehren, obwohl bei mir auf vier Texte vier Antworten kamen. Aber früher oder später pendelt sich das ein, denke ich.

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