Langsames Wochenende

Was tut Frau nicht alles, um sich abzulenken. Heute Nacht habe ich geträumt, ich wäre eine todtraurige Wölfin und in meiner Nähe würde ein (mittelmäßiger Opern-)Tenor auf die Melodie von „Leise, Peterle, leise“ singen scheiden, immer nur scheiden – ein End‘ hat alles Leiden… – Manchmal frage ich mich, wer nächtens meinen Kopf besucht.

Gestern kam ein Brief von Amala hier an mit einem Geburtstagsgeschenk. Da mein Mann einer von der strengen Sorte ist, darf ich es erst an meinem Geburtstag öffnen, aber da ich die Karte gelesen habe, weiß ich schon, was es ist und freu mich wie Bolle. 😀 Ich danke Dir und werde nächste Woche alle Blogleser mit Bildern neidisch machen.

Um mich über die beschissene letzte Woche hinwegzutrösten hat Schwester B mir das Heftlein „Wohlfühlsocken häkeln“ von Tanja Müller geschenkt. Da ich die letzten Wochen eigentlich meine Stricksocken zu Ende bringen wollte – die erste ist ja schon fertig – und zunehmend frustriert wurde durch die schiere Langsamkeit des Fortschritts dabei, fand ich die Idee, Socken stattdessen zu häkeln einfach super. Hier mal der direkte Vergleich:

Wohlgemerkt, weder im Sockenstricken noch im -häkeln bin ich irgendwie geübt. Bei beiden habe ich immer die entsprechende Anleitung griffbereit gehabt und ständig nachgelesen, ob ich auch alles richtig mache, und bei keiner der beiden habe ich alles richtig gemacht. Socke Nummer 1 kostete mich 6 Wochen, Socke Nummer 2 nur 2 Tage – ich habe gestern damit angefangen. Ich glaube, ich bleibe, was Socken betrifft bei der Häkelnadel. Vielleicht überwinde ich mich noch, die zweite Stricksocke fertigzustellen, damit ich wenigstens ein Paar in meinem Leben geleistet habe, aber ansonsten schließe ich mich der Aussage der freundlichen Wollverkäuferin um die Ecke an: Sockenstricken ist eine Strafe.

Außerdem habe ich heute den ganzen Vormittag gemalt. Ich habe zum ersten Mal überhaupt Acrylfarben ausprobiert und bin begeistert. Mit Aquarellen komme ich bisher nicht so gut klar, die Bilder sehen bei mir immer gewollt und nicht gekonnt aus – noch mehr als alles andere, meine ich. Öl macht großen Spaß und ich liebe diese satten Farben, aber es braucht halt ewig, um zu trocknen. Neulich habe ich in kleines Ölbild als Geschenk gemalt, bei dem ein Motiv auf einen vollfarbigen Untergrund sollte. Ich mußte eine Woche warten, bis der Grund bemalbar und dann noch 2 weitere, bis auch das später aufgetragene Motiv getrocknet war.
Heute jedenfalls die Acrylfarben haben großen Spaß gemacht – man kann sie mit Wasser mischen, muß man aber nicht, das gibt unheimlich viel Flexibilität; sie trocknen sehr schnell (schnell genug, daß man auf die Pinsel achten sollte), ich habe ein wenig mit Strukturfarbe experimentiert und auch das funktioniert wunderbar.

Da auch dieses Bild ein Geschenk sein soll, kann ich es noch nicht herzeigen.

Nun noch ein Suchbegriff der letzten Woche, der mich etwas stutzig gemacht hat: Brot stricken. Äh…

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5 Kommentare to “Langsames Wochenende”

  1. Das sind unterschiedliche Wahrnehmungen 🙂
    Ich bin süchtig nach Sockenstricken!!!
    Und deine ist wirklich schön geworden und wartet schon so einsam auf ihren Gefährten…

    • Ja – ich gebe zu, sie seufzt mich jedesmal an, wenn ich an ihr vorbeigehe… 😀 Ich werde ihr schon noch den Kumpel fertigstricken. Und vielleicht starte ich nach einer ausgiebigen Erholungspause noch einen Versuch mit dickerer Wolle, diese ist wirklich sehr dünn und vielleicht dauert es nur deshalb so ewig lange.

  2. Waaaaaaaaaaaaaaaaann hast Du Geburtstag? O_O

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