Weil Zugfahrten so ungeheuer zum geistigen Wegdriften einladen… wieder mal ein Gedicht. Ich weiß gar nicht, wo die alle auf einmal so herkommen.

Das Zögern

Allein vor der offenen Tür
Drinnen Licht,
Lachen, Reden, Freunde
Draußen ich,
Abendkühle, Schatten, Wind
Drinnen – Größe
Große Seelen, große Taten, tiefe Liebe, tiefes Lachen
Draußen ich
zögernd
Nur einen Schritt zurück und
alles wäre wie immer
Doch einen Schritt weiter und
ich stünde in demselben Licht wie ihr.
Wer wäre ich dann?
Wer wäre ich in Eurem Licht?
Wär‘ das Alleinsein leichter oder schwerer noch
zu tragen zwischen Euch?
Würde das Licht an mir nicht tief’re Schatten werfen?
Wär‘ durch mein Schweigen Euer Lachen nicht gedämpft?
Und ginge ich hinein
und setzte mich zu Euch
(egal wohin, es wären zwei von Euch getrennt)
würde mein Ich-Sein, meine Kleinheit mir wohl noch bewußter?
Und träte auch nur einer dieser Punkte ein – nein.
Ich gehe nicht hinein.
Doch auch der Schritt zurück erscheint unmöglich.
Das eigene Versagen zu bestätigen.
Die Einsamkeit besiegeln, ja umarmen gar,
das hatte ich zu lang.
So bleibe ich hier stehen,
zwischen zwei Schritten
hinter mir ein altes Leben
und vor mir ein geträumtes.
Das Jetzt und Hier in wackliger Balance.

Ja. Und gleich kommt der Bär nach Hause und wir beginnen das Wochenende mit einer gefüllten Gans. Mit mehreren gut gefüllten Gänsen genau gesagt. Im Zoo. Und heute denke ich hoffentlich auch mal an die Kamera, dann habe ich einen Beweis, daß die wirklich aus der Hand picken. 😀

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: