Archive for ‘gaia’

28. März 2011

Die Woche in Stichpunkten

Erstmal das Dringliche: Ich habe eine offene Petition für die Abschaltung von Atomkraftwerken unterschrieben und möchte Euch allen ans Herz legen, dasselbe zu tun. Klickt hier, es dauert keine 30 Sekunden und man kann wählen, daß der eigene Name nicht öffentlich angezeigt wird. Ich will nicht viele Worte darüber verlieren, aber Japan und Tschernobyl sind ja nicht das Problem in seiner Gesamtheit – meiner Meinung nach nicht einmal das Hauptproblem von Kernkraft. Es ist einfach unfaßbar verantwortungslos, eine Energiequelle zu nutzen, die man nicht kontrollieren kann und die Endprodukte mit sich bringt, die noch in Jahrtausenden die Welt verstrahlen werden. Deshalb unterschreibt bitte. Ich neige sonst nicht zu politischem Aktionismus, aber in diesem Fall muß ich wirklich sagen: Ja, der Kampf gegen die Atomlobby scheint aussichtslos, aber nein, Nichtstun ist keine Alternative.

Nun zum Dallerkram:

Ich habe einen Autounfall gehabt, mitten in der Metropole. Den ersten seit dem Führerschein. (Nein, den habe ich nicht erst letzten Monat gemacht. Wer hat das gedacht?) Eine Stunde auf dem PKW-breiten Standstreifen inmitten von 6 Fahrspuren verbracht habend, betrachte ich die eingeatmete Smogmenge als indirekten Personenschaden.

Samstag Spätdienst, Sonntag Frühdienst gehabt, dazwischen zu ohnehin wenig Schlaf noch die Zeitumstellung (warum wird das eigentlich immer noch gemacht?!?). Der alte Trick aus dem Studium greift aber noch immer: Kaffee und Schokolade.

Meinen Bruder zur Probe mit seiner Band begleitet – ich mag die Jungs, und so 1-2 Mal im Jahr genieße ich es, auf einer Kabelkiste in der winzigen Garage, den sie Probenraum nennen, zu sitzen und mich total zudröhnen zu lassen. Diesmal war ein special guest da, den ich schonmal flüchtig bei einem Konzert bewundert habe und der einige eigene Songs mitgebracht hatte. Nach 2 Stunden schüchternen Fußwippens auf der Kabelkiste fragte mich der Drummer, ob mir langweilig sei, in dem Fall hätte er nämlich noch ein Mikro übrig. Woraufhin der special guest fragte: „Can you sing harmonies?“ Ich nickte – schließlich mache ich nichts anderes, sobald irgendwer ein Radio einschaltet – und dann hatten wir noch 3 Stunden viel Spaß mit dem Erfinden immer neuer Begleitvokalstimmen. Ich habe seit Ewigkeiten keinen so schönen, inspirierten Abend verbracht. Langsam wurde ich auch etwas entkrampfter, was das Improvisieren angeht – für mich als alte Klassiksau immer eine große Hemmschwelle, aber eine, die ich sehnsüchtig anstarre. Aber offenbar braucht es da nur einen unbekümmerten special guest, der sagt „Just try something… hey that was great“, damit ich auftaue und breit grinsend losrocke.

Heute kam gleich noch ein fachliches Kompliment hinterher von der unglaublich engagierten Mutter einer Schülerin, die mir mehrfach sagte, daß sie mich für eine sehr gute Lehrerin hält, was man schließlich nicht von jedem behaupten könne. Nach der Flappe mit dem lernbehinderten etwas langsamen mir unbegreiflichen Kind, dessen Eltern es ja inzwischen vor mir in Sicherheit zu einem anderen Lehrer gebracht haben, war das wirklich schön und tat mir gut.

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1. November 2010

November

Dies ist das Bild aus meinem Geburtstagskalender, das ich am wenigsten mag. Aber ich lasse es trotzdem nicht an Euch vorübergehen. 🙂
Und ich werde nie begreifen, nach welchen Maßstäben hier die Bilder vergrößert und verkleinert werden und warum ich nicht einfach „Originalgröße“ verwenden kann. Narf. Vermutlich suche ich doch wieder ein anderes Template, wenn mich das weiterhin nervt.

2. Oktober 2010

Oktober

31. August 2010

Hochzeit und kurze Abmeldung

😀

Geschafft. Uff. Ich bin jetzt aber sowas von verheiratet. Am Freitag hat uns die Wettervorhersage die letzte Hoffnung auf eine entspannte Gartenparty genommen. In Panik suchten wir uns ein Ausweichquartier und fanden auch den Göttern sei dank eines in der Großküche, die uns sowieso zum Abend mit einem Buffett beliefern sollte. In diesem Haus wird auf der einen Seite gekocht für Essen auf Rädern und diverse Kantinen in der Stadt, auf der anderen Gebäudeseite ist eine geräumige Cafeteria, die auch noch nicht ausgebucht war. Der Chefkoch ist nicht nur sehr freundlich, ruhig und umsichtig, sondern hat das Ganze auch noch richtig schön zurechtgeräumt für uns mit 2 langen Tafeln, einem Buffett, an dem man nicht drängeln mußte, vielen großen Grünpflanzen in Töpfen, einem schönen Platz für die Band und einem großen runden Spieletisch für die Kinder der Gäste. Außerdem hat er unglaublich (!) lecker gekocht. Da einige Familienmitglieder meines Mannes (muahaha – meines Mannes…) Gastronomen sind, zählen deren Lobeshymnen doppelt und dreifach, und sie waren wirklich begeistert.

Aber der Reihe nach: Am Morgen holte meine Mutter mich zu Hause ab und wir gingen gemeinsam zum Friseur. Sie war in einer halben Stunde fertig, während ich eine Flechtfrisur bestellt hatte und unter viel Ziepen und Zerren eineinhalb Stunden bearbeitet wurde. Sie fuhr inzwischen wieder nach Hause, zog sich um und kam dann sehr knapp mit meinem etwas angespannten Vater wieder („Deine Mutter hat einfach kein Zeitgefühl!“), um mich in Windeseile in mein Kleid zu treiben und rasend schnell zum Standesamt zu fahren.
Dort angekommen stellten wir zuerst fest, daß wir unsere Personalausweise würden vorzeigen müssen, woraufhin der Bräutigam mit quietschenden Reifen den Ort des Geschehens verließ. Während er zu Hause seinen Perso suchte, stellten wir außerdem fest, daß zum allgemeinen und besonderen Leidwesen von Gästen und Standesbeamten unser Ringträger das Haus nicht betreten durfte, da Hunde dort von der Stadt nicht gestattet sind. Also drückten wir die Ringe in die Hand des Trauzeugen und den Labrador zurück ins Auto, und dann kam auch der Bräutigam in beeindruckend hoher Geschwindigkeit die elegante Auffahrt hinaufgeschossen.
Die Standesbeamten, die noch immer nicht völlig begriffen hatten, mit welchen Chaoten sie es hier zu tun hatten, leiteten uns unter leisem, höflichen Gemurmel in der edlen Vorraum des ebenso edlen Trauzimmers und ließen uns schließlich in Zweierreihen antreten nacheinander eintreten. Wir hatten Musik und Ansprache durch Beamte verweigert – die Musik, weil ich als Musikerin mir nichts Übleres vorstellen kann, als einen vollmundigen Hochzeitsmarsch aus 2 kleinen Lautsprechern dudeln zu hören, und die Ansprache, weil ich inzwischen (4 ältere Geschwister) genug von der Sorte miterleben durfte. Brrr. Die Ansprache hielt also mein Bruder, der eigentlich sehr locker frei reden kann und ein ziemlich lustiger Typ ist, der aber in dieser Situation plötzlich das große Zittern bekam und vor Rührung und Aufregung ganz nervös zu stottern begann. Da seine Rede dennoch erwartungsgemäß witzig ausfiel, saßen wir alle kichernd in diesem hochglänzenden Trauzimmer, und auch die Standesbeamte wurde sichtlich lockerer. Sie ließ uns schließlich noch ganz kurz und unkompliziert die Ringe und ein Küßchen tauschen und unsere Unterschrift ableisten, dann durften wir raus.
Wir postierten uns draußen noch ein paar Minuten vor dem wirklich sehr malerischen Gebäude, damit unsere offizielle Hochzeitsfotografin – meine Trauzeugin – einige Fotos schießen konnte und fuhren dann in ein kleines Dorf mit Seerestaurant, aßen sehr lecker, gingen mit dem armen arbeitslosen Ringträger Gassi und dann in unsere Not-Feier-Unterkunft.
Dort erwartete uns ein Spalier sämtlicher Gäste, die ganz laut riefen „schneller, Leute, schneller!“, weil es gerade zu regnen begann. Meine kleine Nichte streute Blumen und sammelte sie im Laufe des Nachmittags und Abends immer wieder ein, um nochmal streuen zu dürfen. Mein Vater las ein Gedicht vor und erzählte etwas über die Liebe und über im Leben gereifte Paare, dann rückten 60 Leute mit Gratulationen an uns vorbei und das war wirklich toll, denn einige der Gäste hatten wir schon jahrelang nicht mehr gesehen.
Auf der Hochzeitstorte war kein Brautpaar – meine Eltern haben also letztlich doch mir zuliebe eine gewissen Schlichtheit akzeptiert – und es war eine njam njam Sachertorte. Dazu gab es noch jede Menge andere Sachen, die 2Wölfe furchtbar gerne mag – Schokomuffins, Quarkkuchen… Hmmm…
Und dann wurde es eine herrlich entspannte, lockere Feier, genau so, wie wir es uns gewünscht hatten. Keine albernen Hochzeitsspiele, keine blöden Witze, keine Zwänge wie „das Brautpaar muß aber am Kopfende sitzen“ oder dergleichen. Alles war super und ich habe immer noch leichten Muskelkater vom Lächeln, wie damals in der Schule auf den Konzertreisen. Innerhalb meiner Familie hat sich eine spontane Rockband gefunden – meine nicht mehr so kleine Nichte hat extra für uns wieder Schlagzeug geübt, mein Bruder hat Klavier gespielt, ein Arbeitskollege Baß, ein Schwager Percussion und auch mal Schlagzeug, eine Freundin von mir hat uns alle mit einer sehr coolen Jazz-Singstimme beeindruckt, also das war wirklich toll.
Gegen halb eins sind die letzten müden Krieger nach Hause geflossen, und am Sonntag gab es noch ein gemeinsames Frühstück für alle und Tupperdosen mit Buffettresten für die weitgereisten Studentenfreunde.
Inzwischen haben wir unseren Schlafmangel wieder aufgeholt und bereiten unsere Hochzeitsreise vor, die uns morgen für 10 Tage erst quer durch Deutschland und dann nach Frankreich führt. Wir freuen uns schon wie verrückt auf den Lavendel und die dort angesagten Sommertemperaturen.

Alle, die auf Fotos vom Kleid und dem tollen Täschli warten, müssen vermutlich noch ein bißchen Geduld haben, denn meine liebe Trauzeugin kommt frühestens ab dem Wochenende zum Fotobearbeiten, da sie selbst noch auf Reisen ist.

Ja, und damit melde ich mich auch erstmal ab – wir sind dann mal weg.

Damit zum Monatsanfang nichts fehlt, ist hier noch das Septemberbild für Euch und dann erstmal – so long, and thanks for all the guten Wünsche!

29. Juli 2010

Parkschützer

Nur ganz kurz, aber meines Erachtens wichtig:

Bei Weidenfrau habe ich diesen interessanten Beitrag gelesen. Der Stuttgarter Schlossgarten soll einem über etliche Jahre angelegten Bauprojekt zum Opfer fallen. Bei der Weidenfrau gibt es auch entsprechende Wiki-Links.
Wer den Park schützen möchte, kann dies tun, indem er sich öffentlich auf dieser Seite zu diesem Zweck registriert. Wer in der Nähe von Stuttgart wohnt und vielleicht ein besonderes persönliches Verhältnis zur Stadt und zum Schlossgarten hat, kann sich sogar für weitergehende Aktionen eintragen lassen.

Und für alle, die sich fragen, warum ich an einer Aktion teilnehme, die eine Stadt betrifft, in der ich noch nie war und zu deren Stadtpark ich nicht die geringste Beziehung habe: Weil ich es unglaublich wichtig finde, wenigstens ein Mindestmaß an natürlichem Lebensraum für Vögel, Kleintiere und (!) Menschen in jeder Großstadt zu erhalten. Wer mal einige Zeit im größtenteils unglaublich häßlichen Berlin verbracht hat, weiß, was ich meine. Und wer vergleichsweise einige Zeit in z.B. Wien verbracht hat, weiß, wie wichtig Grünanlagen sind.
Ich bin der festen Überzeugung, daß es in schönen, gesunden, lebensvollen Städten weniger Depressionen, Aggressionen, weniger Übergriffe gegen Kinder und dafür mehr Kreativität, mehr bewußten Umgang mit der Natur und mehr positive Entwicklung in persönlichen und gesellschaftlichen Bereichen gibt. Ich kann das nicht verifizieren, aber mal ganz plump ausgedrückt: Wernigerode blüht, Schwedt stirbt.

1. Juli 2010

Juli

Und der brachte mir mehrere Erkenntnisse:

– Seit die Stadt auf den Straßen Radfahrerstreifen freigestellt hat, fahren die Radfahrer nicht mehr am Straßenrand (im jetzigen Radfahrerstreifenbereich) sondern ganz klar links daneben auf der Straße. Könnt ja sein, daß auf dem Fahrradstreifen ein Fußgänger kommt?!?

– Obst aus dem eigenen (naja, elterlichen) Garten ist einfach das leckerste.

– Schafe können Zwillinge kriegen.

– Mein Papa ist der Beste.

– Eine Kellerwohnung war die richtige Entscheidung im Hinblick auf die Außentemperatur.

– Und ich kann doch Fertigmischungen kochen!

2. Juni 2010

Juni

Der Fliegendreck im Bild soll ein Scheiterhaufen Sonnwendfeuer sein. Ich wollte eigentlich noch kleine Strichmänneln machen, die drumherum tanzen, aber hab’s mit der Kreide einfach nicht so hingekriegt. Also habe ich gemalt, wie sie alle met-trunken im hohen Gras verschwinden. Wie man deutlich sieht. 😀

Heute habe ich eine Girlgroup gegründet mit 2 Frauen, mit denen ich schon einige Male gemeinsam gesungen habe. Nach dem letzten gemeinsamen Konzert haben wir beschlossen, ab sofort nicht mehr nur zu singen, wenn irgendein Kirchenkonzertorganisator noch Lückenfüller braucht oder ein Gottesdienst eine musikalische Untermalung, sondern völlig ziellos, zwecklos, einfach nur, weil miteinander zu singen uns solchen Spaß macht – unregelmäßige Treffen, je nachdem, wie wir Zeit haben und dann einfach nur Singen, um zu singen. Es wird klassisch, und kaum hatten wir angefangen, Literatur zu sichten, fielen uns schon wieder drei Gelegenheiten ein, bei denen wir unbedingt auftreten wollen. 😉 Soviel zum Thema „nur für uns“.

Nach der Singerei habe ich der einen Singefreundin noch meine neue Wohnung gezeigt und ihr ist dabei das Täschli von Amala aufgefallen. Also habe ich ihr einen leckeren schwarzen Chai gemacht, während sie mich ausfragte, was hinter der Internetadresse steckt, die auf der Innenseite eingestickt ist. Diese Freundin ist evangelisch und nicht nur tief fromm, sondern auch recht streng mit sich selbst in vielen Belangen, die christliche Gebote betreffen. Daher wurde es ein höchst interessantes Gespräch zum Thema Religion, bei dem ich zum ersten Mal, seit wir uns kennen, Gelegenheit hatte, meine Sicht der Dinge mal etwas darzulegen. Das ist natürlich nicht ganz so einfach wie zu sagen „ich bin Muslimin“ oder „ich bin Sufi“, was zumindest am Rande in jedem Bewußtsein kein kleines „alles klar“ auslösen würde. Was Naturreligionen betrifft, gibt es einfach zu wenige (vernünftige) allgemein verbreitete Informationen, auf die man zurückgreifen kann, und auch kaum inhaltliche Grundsätze, die auf alle naturreligiös interessierte Menschen zutreffen. Und vielen esoterischen Dingen, die ich so lese und höre, will ich mich auch auf keinen Fall anschließen. Ich habe schließlich zusammenfassend erklärt, daß eigentlich alle, ob sie nun ein Pantheon anbeten oder Mutter Erde, ob sie einer sogenannten Tradition angehören oder ihr eigenes Ding machen, zwei Grundsätze für wichtig erachten: Achtung vor und respektvoller Umgang mit der Natur, und der Glaube an einen schöpferischen Geist. Ab diesem Punkt war meine Freundin leicht überfordert und meinte, das sei für sie zu wenig fassbar und zu schwammig. Für sie müsse eben ein roter Faden da sein, der einen durch das Leben leitet, wie es die Bibel tut. Und ich meinte darauf, die Bibel hätte ich noch nie (ich habe mich mit 14 taufen und konfirmieren lassen, mein erster Schritt in Religionen überhaupt) wirklich respektieren können, weil sie mir so zusammengestückelt vorkommt und mit Sicherheit nicht alles umfaßt, was Jesus gesagt, gelehrt, erlebt hat und was tatsächlich ein Leitfaden wäre. Zudem wird sie interpretiert von geistlichen Vertrauenspersonen, die einer Institution angehören, die meiner Meinung nach die Grundsätze der eigenen Religion untergräbt. Dies alles würde mich viel eher (ver)zweifeln lassen als das Fehlen eines ohnehin nicht sehr haltbaren Leitfadens – statt dessen habe ich meine eigenen Erfahrungen und verlasse mich auf meinen Verstand und mein Gefühl.

Auch kann ich mit Schuld und Buße wenig anfangen, einer Sache, die für meine Freundin sehr wichtig ist, und die sie zu einem Menschen macht, der alles eigene Tun unendlich oft in Frage stellt dahingehend, ob es auch „richtig“ im direkten und übergeordneten Sinne sei. Ich glaube auch, daß alle Menschen fehlerhaft sind, aber ich glaube, die eigentlichen Fehler liegen ganz woanders, als wir sie vermuten. Welcher Mensch könnte es denn wagen, über die grundlegenden Charakterzüge eines anderen Menschen zu urteilen? Vielleicht lösen meine Fehler einen total notwendigen Lern- oder Heilungsprozess bei jemandem in meiner Umgebung aus und sind letztlich das Beste, was ihm/ihr passieren konnte. Nun ja, ich könnte noch ewig weiterschreiben – es war wirklich ein interessantes Gespräch -, aber es wird spät… Im Endeffekt glaube ich, jeder Mensch sucht sich eine Religion oder Weltsicht, die für ihn entweder die verstandesgemäß plausibelste ist oder die tröstlichste. Für mich ist es sogar beides. Ich halte Reinkarnation für die plausibelste Erklärung vieler Dinge, und ebenfalls für einen tröstlichen Gedanken – irgendwann werde ich mich daran erinnern, was ich mit diesem Leben bezweckt habe. Für die meisten Christen, die ich kenne, ist gerade das eine, einzige Leben die tröstlichste Sache. Man muß nur einmal alles durchmachen und geht dann für immer ein in Gott. Es ist letztlich egal, was man glaubt – Hauptsache, es vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit, Richtigkeit, Angenommensein, geistigem Nährboden und seelischem Zuhause.

Außerdem hatte ich das große Glück, für Amalas Schattenbuch-Projekt ausgelost worden zu sein und bin echt glücklich darüber. Ich finde das eine tolle Sache und freue mich schon wahnsinnig darauf.

25. Mai 2010

Kleine Unregelmäßigkeiten

Heute geht es hier mal um Unregelmäßigkeiten, also Dinge, die nicht bzw. nur bedingt nach einem Regelmaß funktionieren, was auch immer das ist. Ich mag das ja total gerne. Ich habe zum Beispiel nicht die geringste Ahnung von Magnetismus und Gravitation und deren Verhältnis zu und Auswirkungen auf die Fließrichtung von Leitungswasser auf der nördlichen im Gegensatz zur südlichen Erdhalbkugel, aber die Hälfte der Zeit fließt mein Wasser linksrum ab.
Oder es passieren überraschende Kleinigkeiten. Heute habe ich eine alte Weinflasche, die ich als Vase benutze, in der Spüle ausgekippt. Das heißt, ich wollte, während ich sie kopfüber im Ausguss stehen ließ, noch schnell etwas aus dem Wohnzimmer holen. Ich stellte die Flasche extra auf eines der Ausgusslöcher und nicht auf die Schraube in der Mitte, damit das Blumenwasser auch abfließen kann, aber – nichts passierte. Einige Sekunden starrte ich die Flasche mit dem reglosen Wasser an, dann lief ich ins Wohnzimmer und holte die Kamera. In aller Seelenruhe schoß ich mehrere Bilder davon, wie gar nichts passiert, die natürlich auch gar nichts beweisen, weil ich in dem Moment zu doof war, nach der Videokamera zu greifen. Hier ein Bild:

Als ich das dritte Foto aufnahm, machte es einmal „Blupp“, dann war das Wasser wieder ruhig.

Dann habe ich heute festgestellt, daß das Pflänzchen, das ich vor einigen Wochen eingepflanzt habe und noch immer nicht identifizieren konnte, rasant gewachsen ist und dringend umgetopft werden mußte. Also habe ich einen größeren Topf gesucht und die Sache in Angriff genommen. Ich muß schon sagen, so schnell wie das hier wächst, ist noch nie ein Grünzeug in meiner Nähe gewachsen.

Unglaublich, oder? Wenn man das mal mit dem Winzling von vor ein paar Wochen vergleicht? Ich nehme mal an, daß das eine Baumart ist, die da angewachsen ist, denn so wäre für mich erklärbar, warum es so schnell so hoch hinaus möchte und auch so ein starkes Wurzelwerk entwickelt hat in der kurzen Zeit. Also, wenn jemand erkennt, was das ist, wäre ich dankbar für einen Hinweis. Vielleicht muß ich es ja nur in den neuen Vorgarten pflanzen, damit es so richtig in Schwung kommt, und habe dann nächsten Herbst einen 1,80 Meter hohen Sichtschutz vor dem Fenster.

17. Mai 2010

mal was Schönes

Heute zwei schöne Dinge: Das erste ist zum Durchlesen. Die Organisation Matter of Trust sammelt Haare – kein Witz -, packt sie in alte Nylonschläuche, z.B. übriggebliebene Feinstrumpfhosen, und bekämpft damit die Ölpest. Auf dem Gaia Girls Blog gibt es dazu einen Kurzfilm.

Und damit Ihr wißt, warum ich meinen Hund immer noch vermisse und was es bedeutet, einen verfressenen Labrador zu haben:

So, und jetzt wieder Duschen, Klavier üben, verzweifeln.

1. Mai 2010

Mai

Und allen, die feiern, wünsche ich eine wunderbare Walpurgisnacht (gehabt zu haben) bzw. ein schönes Bealtaine!