Archive for ‘Spaß im Internet’

2. April 2011

Napfsauger

Ich habe einen neuen Computer. Es ist ein MacBook. Oder sowas. Es ist so schön, daß ich es Kenny genannt habe. Auf Kenny funktionieren manche Dinge etwas anders, so ist z.B. mein iWeb etwas umgestaltet. Aber nun habe ich herausgefunden, wie es geht und habe endlich, endlich meine Seite online gestellt. Ich präsentiere:

Napfsauger

In den Suchbegriffen des Blogs waren heute erstmals richtig interessante Sachen. Tierboten Hummeln zum Beispiel. Also Angela Kämper sagt dazu leider gar nichts, aber für mich persönlich sind Hummeln absolute Glücksbringer und Glücklichmacher. Meine Mutter hat mich schon als kleines Kind immer ihre Hummel genannt. Und der Spruch von den Hummeln, die nicht darüber nachdenken, daß ihre Flügeloberfläche eigentlich für ihr Gewicht zu klein ist, sondern einfach fliegen, kennt wohl jeder. Hummeln sind toll. Heute habe ich auch welche fotografiert.

Außerdem „Noten Mauersberger Unsterblich duften die Linden„. Keine Ahnung, woher man diese Noten kriegt – ich würde mich aber mal an die mitteldeutschen Musikgymnasien mit Chorschwerpunkt wenden, so rund um Mauerbergers damaligen Wirkungsbereich. Das wären Halle, Leipzig, Dresden, Wernigerode, Weimar, Schulpforta. Ich denke, dort kann man weiterhelfen.

Auf jeden Fall ist dies eines der mit Abstand schönsten Stücke überhaupt und jemals. Schade, daß es davon keinen Mitschnitt bei youtube gibt. Hier ist mal der Text, wer ihn nicht kennt. Seufz…

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6. Februar 2011

Erste Feuerprobe

Heute war ich sechs Stunden mit dem neuen Ensemble zum Proben, mit dem ich jetzt spiele bzw. das ich gerade mitgründe. Bei unserem ersten Treffen zum Kennenlernen vor 2 Wochen haben sie schon extrem sympathisch gewirkt und auch darum gebeten, daß ich meine eigenen Stücke mal mitbringe. Das habe ich heute getan – vier Stücke, gestern noch liebevoll geputzt und poliert und schickestmöglich ausgedruckt, schön sortiert und untypisch ordentlich mit Büroklammern zusammengesteckt, sicher verpackt in der Tasche. Ich habe mich gefühlt, als würden meine Kinder eingeschult. Drei Stücke haben wir geschafft zu spielen (wir hatten trotz der sechs Stunden einfach viel zu viel Repertoire zu sichten und längst nicht alles geschafft) und alle drei kamen super an. Der allererste Kommentar nach dem ersten Durchspielen des ersten Stückes kam von dem netten, zurüchaltenden Cellisten, der meinte: Oh! Du bist eine heimliche Irin! 😀 Das streite ich nicht ab. Irish at heart, obwohl ich nie dort war. Oder vielleicht deshalb, um mal Realismus raushängen zu lassen.

Der Schatten über dieser Probe war, daß praktisch jeder in diesem Ensemble irgendwann in seinem Leben in dem F…, Sch…, Mistorchester gespielt hat, in dem ich vor Jahren auch mal war und alle übereinstimmend der Meinung waren, die intriganteste Person in diesem Orchester sei die Frau, die ich bisher eigentlich für die einzig noch nette dort gehalten habe. Heute habe ich etwas über meine damalige Kündigung und ihre Rolle dabei gehört, daß mich nicht so begeistert. Ich werde darüber nachdenken müssen.

Dann fand ich noch nette Suchbegriffe (neben den Blogsofakartoffeln Bühnenkuss und Cache Coeur): bilder malen herzen – Jaaa…? Das ist ganz einfach. Denke ich. Links ein Schwupp und rechts ein Schwupp. Oder so wie mein Mann: ein V malen und obendrauf 2 umgedrehte Arschbacken.

rotz an der mütze Wir haben noch keine Kinder.

Draenei Jäger Namen – Das klingt, als würde jemand sich für richtiges RP interessieren. Nun, meine Draenei Jägerin hat kürzlich eine Wandlung durchgemacht und das Volk gewechselt, da ich einfach nicht mit ihr spielen konnte. Und weil ich die Hand von Argus verabscheue. Und nicht immer die einzige zweieinhalb Meter hohe blaue Frau mit Hufen sein wollte. Aber ich würde empfehlen, mal in den WoW Foren nach Lore zu gucken oder mit einer anderen Figur ein bißchen über die Azur- und Blutmythosinsel zu laufen und sich die Namen der NPCs anzusehen.

Jedenfalls – ich = happy. Sie mögen meine Lieder. 😀 Sie mögen meine Lieder. Ich werde das jetzt den ganzen Abend vor mich hinsingen. Der Bär sagt, dann sei ich ja jetzt wohl offiziell Komponistin – nach diesem fachlichen Feedback. Und der Bär selbst hat in den letzten Tagen derartig viel positives Feedback von seinen Auftraggebern erhalten, daß dadurch mehr als wettgemacht wird, daß seine Mutter ihm ein Paket geschickt hat mit Büchern, die sei meinem Vater zurückgeben sollte. Statt sie direkt an meinen Vater zu schicken. Wortlos. Plakativ. Hier sind Eure letzten Sachen, damit trennen sich unsere Wege. Und genau, wie ich ihr in meiner Email schrieb: Jeder andere, für den der Bär arbeitet, leistet vernünftige Zuarbeit und läßt den Bären dann den fachlichen Teil ohne unnötige Einmischung machen. Jeder hat gelernt, Bitte und Danke zu sagen und besitzt wenigstens den Anstand, eine Gegenleistung anzubieten, auch wenn das finanziell nicht drin ist. Und bisher hat noch jeder sich nach einem halben oder ganzen Jahr wieder beim Bären gemeldet, einfach nur, um begeistert zu erzählen, wie viele Leute in die Konzertreihe strömen, seit seine Plakate benutzt werden, oder wie die Heilpraxis anläuft seit der tollen Homepage. Der Bär ist einfach ein toller Bär und darf zu Recht sehr stolz auf sich sein. Ist er auch gerade, weil er im Austausch für ein Logo eine X-Box kriegt. Oder sowas. Ich verstehe nichts davon, aber es ist ein kleiner Kasten, der große Bären glücklich macht.

Und auf der Fahrt nach Berlin haben sie auch noch Mumford & Sons im Radio gespielt! Ist so viel Glück zu fassen?

4. Februar 2011

Jean Kilbourne

Ich weiß nicht, wo der Bär immer seine Informationen hernimmt, aber diesen kurzen und gut verständlichen Vortrag (englisch) müßt Ihr Euch einfach ansehen. Wir alle wissen, daß mit dem Frauen- (und by the way auch dem Männer-) bild in der Öffentlichkeit irgendwas massiv nicht stimmt, aber Jean Kilbourne bringt es fantastisch direkt auf den Punkt. Ohne Anti-Männer-Kampfaufrufe, schlicht und sehr authentisch. Ich bin wirklich begeistert. Hier ist der erste kurze Teil, die anderen sind ebenfalls bei Youtube zu finden.

3. Februar 2011

Freundliche Ablenkung

…vom Schwiemuproblem. Meine letzte Mail hat nämlich nicht mehr sie selbst beantwortet, sondern ihr Lebensgefährte, in einem abartig prollig-aggressiven Tonfall. Ich zitiere mal nur den letzten Satz wörtlich: Noch eine beleidigung und ich sage euch, dass ich meinen wagen starte und losfahre zu euch. Jaaa… was sagt man darauf? Richtig, nichts. Mir ist das ein zu niedriges Kommunikationsniveau, und der Bär wollte einen Tag abwarten, ob seine Mutter sich von der ihm durch ihren Lebensgefährten angedrohten körperlichen Gewalt wohl distanzieren wird. Ist das nicht einfach nur unendlich traurig? Vielleicht muß der Mann mal eine Pränominaltherapie machen… (Nein, er heißt nicht Dieter.)

26. Dezember 2010

zum Wegträumen

Gerade sitze ich zum allerersten Mal in einem Chatroom. Ich fühle mich gerade wie eine olle Omma. Ich bin seit ungefähr 6-7 Jahren in diesem Forum, glaube ich jedenfalls, und heute nutze ich zum ersten Mal den Chat. Und da verlinkt jemand dieses Video, das einfach nur unheimlich schön ist und gut tut, darum teile ich das mal mit Euch:

29. November 2010

Suchbegriffe und Schreibereien

Heute habe ich mal das derzeit beliebte Bloggerspiel gespielt: der Schreibtest. Da ich deutsch schreibe, auf deutsch, hier bei der faz durchführbar.

Auf zwei willkürlich herausgesuchte Blogeinträge gab es die Ergebnisse Alexa Henning von Lange und Ingo Schulze, die ich beide bisher nicht kenne. Aber ich schätze, Zeitgenossen schreiben einfach ähnlich wie Zeitgenossen. Und dann habe ich meine beiden letzten Gedichte eingegeben. „Dahin“ ergab Hermann Hesse und „Der Tanz“ Johann Wolfgang von Goethe. Ha! Ein Honig-Ums-Schreibermaul-Test. Ich mag Hermann Hesse. Ich fühle mich geschmeichelt, vielen Dank, lieber Testersteller.

Nun zu den Suchbegriffen der letzten Woche:
klavierlehrerin schimpft – Hm. Was soll ich dazu sagen? Ich schimpfe nie. Zumindest nicht mit meiner Schülerin, nur mit der Mutter, aber die checkt das nicht. Früher, als ich noch ganz viele Klavierschüler hatte, habe ich auch nie geschimpft – nur sanft ermahnt, wenn mein kleiner Hyperaktiver mal wieder auf dem Fensterbrett tanzte. Aber ich halte Schimpfen für überflüssig und sogar kontraproduktiv im Musikunterricht, wobei Deine Lehrerin vielleicht einen guten Grund hatte? Hast Du ihr ans Schienbein getreten? Beim Vorspielen die Klavierklappe mit Wucht auf ihre Hände fallen lassen? Also dann würde ich auch… schimpfen.

draenei sex – ich darf doch sehr bitten. Das Spiel ist freigegeben ab 12.

häkelblumen anleitung – wie immer, die von mir benutzte stammt von nadelspiel.com. Ich finde sie einfach und hübsch.

basteln mit teebeuteln – also das finde ich ja mal eine total schräge Idee. Was bastelt man denn aus Teebeuteln? (Sollte sich der werte Sucher nochmal hierher verirren, wäre ich für einen Kommentar sehr dankbar.) Ich kenne so Teebeutelbäumchen mit verschiedenen Sorten für kranke Freunde oder zur Adventszeit, aber richtig basteln? *neugier*

strickmuster hunde – ist ein absolutes No-Go in meinen Augen. Hunde haben ein Fell, abgesehen von einigen speziellen Rassen, die sich sowieso kein strickwütiger Fifibesitzer anschaffen würde, weil es „nicht niedlich genug“ wäre. Dieses Fell ist optimal für den Temperaturausgleich eines Hundes, der mit dem Wärmehaushalt eines Menschen nicht zu vergleichen ist. Menschen haben kein Fell und brauchen deshalb eine künstliche Hülle. Hunde dagegen werden von Strickpullovern krank, da sich bei feuchter Kälte (Schneefall) unter dem Strickzeug diese Nässe absetzt und den Hund völlig unterkühlt – Wer für seinen Hund niedliches Anziehzeug strickt, erreicht das Gegenteil dessen, was er beabsichtigt. Wenn nicht sowieso nur Angeberei mit Niedlichkeitsfaktor beabsichtig ist.

wir sind verlobt – herzlichen Glückwunsch!

was tun mit häkelblumen – Warum hast Du sie denn gehäkelt? Wenn Du nur mal ausprobieren wolltest und jetzt Hundertschaften gut gelungener Wollpflanzen besitzt, kannst Du sie auf Kleidungsstücke nähen, an Lampenschirmen befestigen, sie zu Girlanden verbinden, sie auf Geschenkpapier als besondere Note kleben, sie Briefen beilegen, Blumentöpfe und Gardinen damit verzieren, sie an den Teppichrand tackern, sie in einen großen Eimer packen und dann das Fenster aufmachen und Frau Holle spielen, sie mit Leberwurst einreiben und lustige Suchspiele mit dem Hund veranstalten, sie an strategisch günstigen Stellen auf der Lieblingsbluse der Schwiegermutter befestigen, sie mit einem freundlichen Lächeln an fremde Leute in der U-Bahn verteilen, sie mit Duftöl beträufeln und in verschiedene Wäschekommoden legen, sie färben und einen Regenbogen für das SOS-Kinderhaus in der nächsten Stadt daraus nähen, sie als Wunschträger in Deinen Lieblingsbaum hängen…

Laß Deine Fantasie spielen.

21. November 2010

Wochenende, Suchbegriffe

Neben den üblichen Suchbegriffen – 2 Wölfe, Strickanleitung und unser alter Freund Bühnenküsse – tauchen diese Woche auch auf Was ist ein Patentmuster? und Jägerin lvl 80 Draenei.

Also, ein Patentmuster ist einfach ein patentiertes Strickmuster. Ich verweise dazu mal auf den Wiki-Artikel zum Thema Stricken.

Was die Jägerin angeht – seufz. Bis dahin hab ich noch 8 Level und das zieht sich tierisch in die Länge. Momentan eh, da ich nicht spiele. Aber davon mal abgesehen gibt es sicher viel Spaß für 80er Figuren, zumal Cata ja nicht mehr weit ist – bis dahin versuch doch mal ein paar der abartigeren Erfolge zu knacken.

Nun, wir waren ein bißchen unterwegs, haben die Schwiegerfamilie zu Hause und einen Freund im Krankenhaus besucht und uns Freitag Nacht ein Mutabor-Konzert angehört. Meine Güte, ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzt Mal in einem Konzert war, in dem die Hose alleine weitertanzt, wenn man still stehenbleibt. Wir sind hingegangen, weil wir meinem Schwager Karten zum Geburtstag geschenkt hatten und die Gelegenheit nutzen wollten. Ich kannte Mutabor bis vorgestern nicht, aber es hat mir gut gefallen, abgesehen von der abartigen Lautstärke, denn durch dieses völlige Übersteuern gingen leider die interessanten Instrumente (Geige, Flöte, Klarinette) völlig unter und auch der Text war nicht mehr zu verstehen. Später habe ich eines der Lieder auf CD gehört und das war spitze.

So, und müde wie ich bin schmeiße ich mich jetzt in die Klamotten und gehe harmlos Gottesdienstbesucher mit Brahms und Reger beschallen. Einen schönen Sonntag allerseits!

31. Oktober 2010

Fotosuppenrezept und noch Suchbegriffe

Ein gesegnetes Totengedenkfest wünsche ich ringsherum! An diese Namen Samhain, Litha usw. kann ich mich immer noch nicht gewöhnen – ich feiere lieber realitätsnah, womit ich natürlich nur meine eigene, subjektive Realität meine. Feste, bei deren Namen ich über die Aussprache nachdenken muß, liegen mir nicht. Daher wünsche ich Euch von Herzen viel Freude bei einem Fest, in dessen Namen das Wort tot auftaucht.
Dabei geht es gar nicht in erster Linie um’s Sterben, sondern vielmehr um das Abschiednehmen. Darum, Dinge loszulassen, die man nicht mehr benötigt, die nicht mehr angemessen sind, und – viel schwieriger – darum, Dinge und Lebewesen loszulassen, die man gar nicht wirklich loslassen will, die aber trotzdem einfach gehen. Heute ist der Zeitpunkt, um dieses Gehen zu akzeptieren. Heute geht nach alter Zeitrechnung verschiedener Kulturen das alte Jahr, morgen beginnt das neue.
Und wir beide, mein Kerl und ich, laden heute den Hund ein. Ja, er ist nur ein Hund. Aber ohne diesen Hund könnte ich jetzt nicht „wir beide“ schreiben, und wir haben ihn beide sehr geliebt und vermissen ihn immer noch sehr. Deshalb habe ich eine leckere Kürbissuppe gekocht und backe gerade ein Dinkel-Buchweizen-Brot, und wir teilen uns heute Abend ein Festmahl quasi zu dritt. Hier mal das Rezept, einfach genug für meine begrenzten Fähigkeiten in der Küche und gleichzeitig lecker genug, um meinem unbremsbaren Appetit gerecht zu werden, als Fotostory:

Zwiebeln anbraten

Kürbis würfeln

Kürbis kurz mitbraten

Küchenkräuter nach Wahl

Kochen lassen

schönes Geschirr raussuchen

pürieren und pfeffern

Und nun nochmal zur Bilderklärung: Während die Zwiebeln anbraten, sollte man (zumindest wenn man Kurkuma so begeistert verwendet wie ich) ständig rühren, denn das Zeug setzt sich am Topfboden ab. Das Verhältnis Kürbis zu Gemüsebrühe ist in etwa 5:6, man kann runtergehen bis 1:1. Als Kräuter eigenen sich sehr gut Basilikum und Petersilie, getrennt oder zusammen, aber ich glaube, da Kürbis ein ziemlich geschmackloses universelles Lebensmittel ist, kann man auch alles andere nehmen – Hauptsache, frisch oder tiefgekühlt, denn Trockenkräuter schmecken immer nach Papier, egal, wie sie heißen.

Und nun noch kurz zu den heutigen Suchbegriffen:

wow in der schule spielen – Nein, nein, nein! Liebe Kinder, das wird weder dem Spiel noch der Schule gerecht. Es ist wie Schokolade mit eingelegter Kaffeebohne – einfach eklig, selbst wenn man schokophiler Kaffoholiker ist wie ich.

Impulskontrollstörung beim Hund – HAAAAAAAAHAHAHAHA, grunz, gröl… so, Verzeihung, es geht wieder. Wir reden hier von einem Hund – von einem Tier mit nur sehr begrenzter wenn überhaupt vorhandener Kapazität zu bewußtem Denken. Also drücke ich mich mal so aus: Ein Hund wird mit einer Impulskontrollstörung geboren, und er wird sie nie überwinden. Die Impulse eines Hundes entspringen seinen Überlebensinstinkten.
Sorgen würde ich mir machen, wenn er Tendenzen zu berechnendem, hinterhältigem Verhalten zeigt. Oder sich zu dick findet und deshalb den Freßimpuls unterdrückt. Oder bei der Jagd nach einem Reh an der Straße stehen bleibt und links und rechts guckt. DAS fände ich krank.

Etwas anderes ist natürlich massive Verzüchtung (ich hatte ja kürzlich über die Spanielwut geschrieben) oder ein anerzogenes Fehlverhalten, worunter ich z.B. auch übermäßige Aggression verstehe. Beispiel: Ein Hund wird immer sein Grundstück bewachen und vorbeigehende Passanten zumindest gut beobachten, oft auch anbellen, als Warnung an die eventuellen Eindringlinge und Alarm an das eigene Rudel. Das ist normal und gut, auch wenn ein ständig kläffender Chihuahua einem schon tierisch auf die Nerven gehen kann. Wenn ein Hund jedoch ständig darin bestärkt wird, Passanten anzubellen, wenn der Besitzer ihn anfeuert, dafür lobt und den Hund vielleicht noch zum Knurren und Hochspringen animiert, ist das anerzogenes Fehlverhalten, das darin gipfeln wird, daß irgendwann mal eine Postfrau dran glauben muß. Wer das vermeiden möchte, kann seinem Hund von Anfang an zeigen, daß es in Ordnung ist, wenn draußen jemand vorbeigeht, indem man z.B. mit den Passanten einige Worte wechselt und sie sogar einlädt, am Zaun stehenzubleiben und eventuell den Hund zu kraulen. Postboten sollten besondere Aufmerksamkeit bekommen, ebenso wie Handwerker aller Art. Leckerlis helfen immer.

20. Oktober 2010

Suchbegriffe

Heute gehe ich mal wieder auf einige Suchbegriffe ein, die Euch hierher geführt haben. Der „Bühnenkuss“ ist nach Monaten aus der Begriffsliste verschwunden, offenbar ein im Internet unterdurchschnittlich diskutiertes Thema. Dafür haben wir jetzt
2wölfe – is klar. Herzlich willkommen Ihr, die Ihr wißt, nach wem Ihr gesucht habt. 😉

häkelblumen anleitung – Ja, für sowas hatte ich im August mal auf die wirklich gute Handarbeitsseite von Elizzza (nadelspiel.com) verwiesen. Kurz gesagt: einen Kringel aus Luftmaschen behäkeln mit feste Masche-halbes Stäbchen-ganzes Stäbchen-halbes Stäbchen-feste Masche, das ist variierbar.

cache coeur strickanleitung – immer noch und immer wieder gesucht. Aaaaalso: Stricke einen richtig breiten (!) Schal, der etwa so lang wird wie Du von Kopf bis Fuß, nähe oder stricke ihn an den Enden zusammen – voilà, eine Câche-Coeur.

Jetzt wird es interessant:

cockerspaniel ein wadenbeißer – das kann mehrere Gründe haben. Wenn Du sichergestellt hast, daß sich keine Leberwurst auf den betroffenen Waden befindet, kommen noch schlechte bzw. inkonsequente Erziehung (die wahrscheinlichste Möglichkeit, denn Spaniel sind nicht dumm und durchaus, wie es immer so schön heißt, „charakterstark“) und die sogenannte Spanielwut in Frage. Letzteres war besonders in und nach den 50er Jahren ein Problem, das auftrat, weil der Cockerspaniel eine derartig beliebte Hunderasse war, daß er völlig überzüchtet wurde. Bei vielen Züchtern, legal wie Hinterhof, wurde das Hauptaugenmerk auf seine äußere Erscheinung gelegt und dabei seine Wesensmerkmale vernachlässigt, was zu übermäßiger Aggression insbesondere wohl bei den einfarbig roten Hunden führte. Schon seit fast 20 Jahren ist dieses Problem behoben. Es wurde und wird aktiv rückgezüchtet und Fälle von Spanielwut treten nur noch höchst selten auf. Abgesehen von diesem Defekt kann kein Hund egal welcher Rasse natürlich auch einfach mal aggressiv werden – wie gesagt, ich halte eine schlechte Erziehung für den wahrscheinlichsten Grund.
Besides – wenn Ihr wißt, daß Euer Hund zu überraschendem Verhalten neigt, laßt ihn niemals, niemals ohne Leine laufen. Auch wenn das in der Seele wehtut. Das mußte ich mit meinem durchaus überraschenden Labrador leider auch durchziehen, und es ist besser für den Hund. Ein Wesenstest, nachdem die Postfrau gebissen wurde, der zur Einschläferung führt oder ein unkontrollierbarer Jagdtrieb, der den Hund blindlings vor einen Lastwagen laufen läßt, ist sicher nicht in Eurem Sinne.

Und jetzt mein Lieblingssuchbegriff der Woche:

mich hat schon die ganze zeit gewundert wieso eine person sich immer im hintergrund hielt – Jo. Ws?

9. Oktober 2010

Noch ein bißchen Wochenend-Lesestoff für Euch

Mein Kerl, der mich politisch immer auf dem Laufenden hält, schickt mir immer wieder interessante Links zu Themen, die mich interessieren.
Als überzeugte Baumkuschlerin finde ich diesen Artikel auf dem Spiegelfechterblog zum Thema Stuttgarter Bahnhof ungemein interessant, äußerst informativ und in mancher Hinsicht schockierend.

Desselben Themas nimmt sich Dr. Gysi von der Linkspartei an in dieser knappen, aber sehr eindringlichen Rede. Ich wähle die Linken zwar nicht, halte diesen Mann aber für nicht nur einen begnadeten Rhetoriker, sondern auch für einen Politiker mit Integrität. Für einen von dreien, von denen ich das behaupten würde, und die anderen beiden sind aus dem politischen Dienst ausgeschieden. Er setzt sich auch seit Jahren vehement dafür ein, das Hartz-IV-Gesetz zu ändern und schlägt in der oben verlinkten Rede einen interessanten Bogen: Das Kindergeld für Hartz-IV-Empfänger soll gestrichen werden, aber die 10 Milliarden verschwendetes Geld für ein völlig sinnfreies und sogar gefährliches Bahnhofsprojekt sind da? Er warnt die Regierungskoalition davor, weiterhin Politik über die Köpfe der Bevölkerung hinweg zu machen, da sie damit „unkontrollierbare Prozesse“ in Gang setzen würden. Denkt man den Gedanken zu Ende, erreicht man einen Bürgerkrieg.

Stellt Euch doch mal vor, alle Arbeitslosen würden dafür auf die Straße gehen, menschenwürdig leben zu dürfen – nicht von 350 Euro im Monat, in deren kürzlich beschlossener Erhöhung nichtmal eine realistische Teuerungsrate enthalten ist. Und alle, die durch das Raster fallen mit ihren 1-Euro- oder 400-Euro-Jobs. Stellt Euch die Millionen von betroffenen Menschen vor, wenn sie sich mal wirklich für ihre Anliegen stark machen. Mich beunruhigt der Gedanke, daß in der Politik von vornherein nicht davon ausgegangen wird, die Bevölkerung, die Betroffenen in Entscheidungen miteinzubeziehen oder sie in manchen Fällen auch nur transparent zu informieren.

Und, wer von Euch dieses Wochenende mal was anderes als Musik hören möchte, dem empfehle ich die ohnehin immer empfehlenswerten Podcasts des Chaos Computerclubs bzw. von Tim Pritlove, der auch ein Händchen für interessante Gesprächsparter hat. Für mich besonders beeindruckend aus gesellschaftlich-politischer (und für mich persönlich damit auch spiritueller) Sicht waren dieser mit dem Titel „Mut zur Freiheit“ (Ein Versuch den Zusammenhang von Angst, Freiheit, Gesellschaft und Solidarität zu verorten), dieser Beitrag der „Gesellschafter“, ein Interview mit Götz Werner und dieser mit dem Titel Freiheit statt Angst (über die jährlichen Demos in Berlin).
Auf den verlinkten Seiten könnt Ihr die Podcasts frei herunterladen und dann wie ich beim Autofahren hören oder so. Für mich ist es vor allem immer wieder ein Trostpflaster, ein Gegenpol zu den immer absurder werdenden tagespolitischen Strömungen.

Und keine Angst, ich werde dieses Blog nicht auf Dauer in ein Polit-Blog verwandeln. 🙂 Zum Beweis: Ein Podcast über World of Warcraft.
Aber manche Dinge liegen mir wirklich sehr am Herzen.